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2022_29-30

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2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 29 /30 21.7.2022 Wegesrand stand eine Infothek des Vereins «Zürcher Wanderwege», deren einer am Turm vorbeiführt. Insgesamt mehrere hundert Interessierte waren bei perfektem Sommerwetter vor Ort, um den neuen Turm zu begutachten und anschliessend zu begehen. Das Gebilde besteht aus vier vorgefertigten hölzernen Elementen, die mit Hilfe eines Krans aufeinandergestapelt wurden. Das dafür verarbeitete Holz wurde mit einem Witterungsschutz versehen, welcher für Langlebigkeit und tiefe Unterhaltskosten sorgen soll. Blick aufs Glattal Der Turm ermöglicht auf der Aussichts-Plattform einen Rundum-Panoramablick ins mittlere Glattal und in die Flughafenregion bis zur Albiskette – bei guter Sicht bis zum Alpstein und gar bis in die Glarner Alpen. Da der Turm höher ist als die in dieser Region hochgewachsensten Bäume, erscheinen die umliegenden Anrainergemeinden gar nicht weit weg. Für die musikalische Umrahmung war die «Alphorngruppe der Swissair» mit sechs Alphörnern geladen. Die Eröffnungsrede hielt Regierungsrätin Jacqueline Fehr. Sie steht der Direktion für Justiz und des Innern vor und ist in Wallisellen geboren. Somit gehörte sie zumindest in ihren frühesten Lebensjahren einer der am Aufbau des neuen Turms beteiligten Gemeinden an. Sie berichtete, dass Bruno Maurer, Stadtrat von Opfikon und damals als Präsident der Holzkooperation Opfikon, vor gut fünf Jahren die Idee hatte, einen Aussichtsturm im Hardwald zu bauen. Die ZKB schüttete zu dieser Zeit eine Jubiläumsdividende für nachhaltige Projekte in den begünstigten Gemeinden aus. Damit und mit einem Teil an Steuergeldern wurden die Baukosten sichergestellt. Nach einem Projektwettbewerb im März 2020 wurde aus 43 Bewerbungen letztlich das vorliegende Projekt mit Namen «Point de Vue» ausgewählt. Es überzeugte die Jury aufgrund des eigenständigen, ästhetischen und skulpturalen Erscheinungsbildes und der gestapelten Bauweise vor Ort. Das dafür verwendete Holz kommt komplett aus heimischen Wäldern und ist in etwa fünfzig bis siebzig Jahren herangewachsen. Nicht weniger als acht Sorten Holz, darunter die Nadelbaum-Sorten Lärche, Douglasie, Fichte, Föhre und Tanne sowie die Laubbaum-Arten Akazie, Esche und Eiche wurden verbaut. Tief im Waldboden versenkt Der Grundbau besteht aus sechzehn Micropfählen, welche gut 20 Meter tief in den Waldboden versenkt wurden. Somit ist der gesamte Turm im Eigentlichen 60 Meter gross. Die vier Elemente sind jeweils durch Stahlplatten miteinander verbunden und stehen am Boden auf wiederum vier Sockeln. Im Inneren des luftig gestalteten Turms hat es für aufsteigende und absteigende Besucher:innen jeweils ausreichend Platz, um aneinander vorbei zu flanieren. Weitere Grussworte kamen unter anderem von Christian Pfaller, Präsident des Forstrevieres Hardwald und aktuell nun Gemeindepräsident von Bassersdorf, von Lukas und Nadja Frei als Projektverfasser und Architekten sowie von Dietlikons Gemeindepräsidentin Edith Zuber. Sie zitierte Alt- Bundesrat Adolf Ogi mit seinem berühmten Ausspruch: «Freude herrscht!» und zeigte sich sichtlich stolz auf das tolle Ergebnis der guten Zusammenarbeit untereinander aller am Projekt Beteiligten. Regional verankert mit weltoffenem Weitblick – so sei der Turm sowie die Menschen, welche in der Region leben. Zuber schloss ihre Ausführungen mit den Worten: «Den Wald zu hegen, den Wald zu pflegen, bringt Gottes Segen» und gab ihn damit für die Bevölkerung frei. Technische Daten des neuen Aussichtsturms: – Projektverfasser, Architekt: Luna Productions Hofuhrenstrasse 12, 4543 Deitingen – Konstrukteur / Bauingenieur: Holzing Maeder GmbH Chemin du Roc 21, 2533 Evilard – Holzbau: Frischknecht Holzbau-Team AG, Kloten – Baumeister: Huber Baugeschäft AG, Bassersdorf – Spengler: Carl Meier Sohn AG, Bassersdorf – Schnittholz: Raschle Holz AG, Nürensdorf – Leimholz: Hüsser Holzleimbau AG, Bremgarten – Kosten inkl. MwSt: 1,13 Mio. Fr. (provisorisch, noch nicht abgerechnet) – Kostenanteil Gemeinde Dietlikon: cirka 139 000 Fr. – Bau und Planungskommission von Dietlikon: Vorstand Philipp Flach v.l.: Fritz Maeder, Holzbauingenieur; Thomas Bucher, Oberbauleitung; Roger Isler, Stadtrat Kloten; Philipp Maurer Murbach, Stadtrat Wallisellen, Christian Pfaller, Gemeindepräsident Bassersdorf, Philipp Flach, Gemeinderat Dietlikon, Jacqueline Fehr, Regierungsrätin Kanton Zürich, Jörg Mäder, Stadtrat Opfikon; Nadja Frei, Architektin; August Erni, Revierförster Forstrevier Hardwald Umgebung; Edith Zuber, Gemeindepräsidentin Dietlikon; Lukas Frei, Architekt. (Foto yz)

Kurier Nr. 29 /30 21.7.2022 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen 3 Gedanken zum 1. August von Edith Zuber, Gemeindepräsidentin von Dietlikon Geschätzte Dietlikerinnen und Dietliker Die Ereignisse überstürzen sich in letzter Zeit. Das Ende der Einschränkungen durch die Corona Pandemie ist praktisch nahtlos abgelöst worden durch den Ukrainekrieg und seine Auswirkungen wie Energie- und Getreideknappheit und die dementsprechende Teuerung. Themen wie Versorgungssicherheit, weniger Abhängigkeit und Produktionsstandorte im eigenen Land treten in den Vordergrund. Jahrzehntelange positive Erfahrungen sowie geltende Meinungen und Ansichten bei Politikern zur Schweizerischen bewaffneten Neutralität, zu Kampfjetbeschaffungen, zur Abschaffung der Armee und zu Rüstungsbudgets geraten ins Wanken. Die sich im Gegensatz zu früher unkontrolliert verbreitenden Meinungen in den Internetforen verursachen Nervosität und schaffen es, zeitweise sogar die Landesregierung unter Druck zu setzen. Dabei würde es zur Stärke von Entscheidungsträgern gehören, gerade in schwierigen Zeiten Ruhe zu bewahren und keine unüberlegten Einzelhandlungen und Schnellschüsse zu produzieren. Zum Glück haben sich die politischen Gemüter generell wieder etwas beruhigt und es wird wieder sachbezogener diskutiert, verhandelt und gehandelt. Das jährlich wechselnde 1. August-Abzeichen feiert 2022 seinen 100. Geburtstag. Es gilt als Symbol der Identifikation mit der Schweiz und steht für Zugehörigkeit. (Fotos zvg) Dietliker Ehrengast: Bundesrat Ueli Maurer Es ist in Dietlikon bekanntlich eine ungeschriebene Tradition, dass bewusst keine Politiker:innen als Festredner:innen für die Bundesfeier angefragt werden. «Die Ausnahme bestätigt die Regel». So könnte die Einladung an den diesjährigen Dietliker Ehrengast Bundesrat Ueli Maurer anlässlich unserer traditionellen Bundesfeier 2022 betitelt werden. Denn es sind tatsächlich unglaubliche 37 Jahre her, seit der letzte Politiker, nota bene ebenfalls ein Bundesrat, in Dietlikon seine Festrede an die Gäste halten durfte. Wir freuen uns sehr, dass der Zürcher Bundesrat Ueli Maurer unsere Gemeinde mit seiner Anwesenheit beehren wird und wünschen Ihnen dabei ein unvergessliches und schönes Erlebnis. Herzlich Ihre Edith Zuber Gemeindepräsidentin Dietlikon Gedanken von Marlis Dürst, Gemeindepräsidentin von Wangen-Brüttisellen Freiheit und Frieden Meine diesjährigen Gedanken zum 1. August sind auf einem Abendspaziergang entstanden. Anfang Juli, allein unterwegs an einem Samstagabend bemerkte ich, wie ruhig und friedlich es war. Ich hörte das Singen der Vögel, das Zirpen der Grillen, das Bimmeln von Kuhglocken und sah die grünen Felder, den Wald und den Sonnenuntergang. Weit entfernt und kaum zu hören, das leise Rauschen der Autos auf einer Autobahn. Als ich den Häusern näher kam, waren aus Gärten und von Balkonen ruhige Kinder- und Erwachsenenstimmen zu vernehmen. Eine schöne, friedliche, heile Welt! Wenn Sie nun denken, dass ich an diesem Abend in den Ferien, etwa in den Bergen war, täuschen Sie sich. Ich war auf dem Weg von Wangen nach Brüttisellen und mir wurde wieder einmal bewusst, in welch privilegierter Lage ich bin und an welch schönem Ort ich leben darf – an einem Ort meiner Wahl, bestens versorgt, in Freiheit und Frieden. Denn spätestens wenn ich die Zeitung aufschlage oder den Fernseher einschalte, merke ich, dass das nicht selbstverständlich ist. Ich lese von der amerikanischen Gesellschaft, die zerbricht, von verdurstenden Menschen in afrikanischen Ländern, vom Klimawandel und Energieknappheit. Und natürlich nicht zu vergessen – vom Krieg in der Ukraine und seinen Folgen. Von Menschen, die alles verlieren und ihre Heimat verlassen müssen. Auch in Wangen und Brüttisellen leben geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer, viele von ihnen aufgenommen von hilfsbereiten Einwohnerinnen und Einwohnern. Ihre vorübergehende Heimat ist unsere Gemeinde und wir heissen sie herzlich willkommen. Denken wir gerade am 1. August, unserem Nationalfeiertag, speziell an diejenigen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Und denken wir dabei dankbar an unser wertvolles, bewährtes politisches System und stehen wir – stärker denn je – ein, für eine tolerante, friedliche Schweiz. All diese Gedanken finden Sie auch im Liedtext, den wir auch dieses Jahr an unserer 1. August-Feier im Anschluss an die Landeshymne singen werden. «Weisses Kreuz auf rotem Grund, unser Zeichen für den Bund: Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden. Offen für die Welt, in der wir leben, wollen wir nach Gerechtigkeit streben. Frei, wer seine Freiheit nützt, stark ein Volk, das Schwache stützt. Weisses Kreuz auf rotem Grund, singen wir aus einem Mund.» Ich lade Sie ein, am 1. August mit uns zu feiern, um uns gemeinsam an die Stärken, Werte und Traditionen der Schweiz zu erinnern. Wir treffen uns um 18.15 Uhr auf dem Kirchenplatz in Wangen. Nach der traditionellen Feier mit unserem Festredner Severin Hirt, Pfarrer der reformierten Kirche, Musik und Gesang, laden wir sie zu Wurst und Brot auf den Aegmet ein. Für gehbehinderte und ältere Menschen wird ein Fahrdienst zur Verfügung gestellt. Auf dem Aegmet wird von Florian Küenzi und seinen Helferinnen und Helfern eine Festwirtschaft geführt und beim Eindunkeln das traditionelle Höhenfeuer entfacht. Auch das Feuerwerk, gesponsert und gezündet von Roger Eperon wird nicht fehlen. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden! Das detaillierte Festprogramm können Sie dem Inserat in diesem Kurier entnehmen. Ich freue mich auf viele Besucherinnen und Besucher. Ihre Gemeindepräsidentin Marlis Dürst

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