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2 Dorfspiegel

2 Dorfspiegel Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 36 9.9.2021 Unvergesslicher Moment: Erster Schultag im Schulhaus Steiacher. (Fotos yz) Auf der grossen Fussballwiese gibt es eine Nestschaukel sowie eine Seilbahn, die praktisch nonstop in Betrieb ist. Und eine riesengrosse Bank aus Holz steht dort. Diese war einst ein Geschenk der Gemeinde Wangen-Brüttisellen anlässlich des Projekts «Zusammenleben im öffentlichen Raum» an die Schule und wird oft und gerne als Hintergrundsujet für Klassenfotos genommen. Nadja Calörtscher, eine der beiden Schulleitungen, berichtet: «In diesem Jahr war es coronabedingt so, dass die Begrüssung der Erstklässler in den jeweiligen Klassenzimmern stattfand. Die Gottis und Göttis, welche die vierte Primarschulklasse besuchen, durften mit den ihnen zugeteilten Schützlingen im Klassenzimmer sein. Sie haben für die Erstklässler Lieder gesungen und ihnen Sonnenblumen überreicht. In der Zeit, in der die Eltern oder Erziehungsberechtigten wichtige schulische Informationen entgegennahmen, haben die frischgebackenen Gotten und Göttis ihre Schützlinge an die Hand genommen, ihnen die Schulhausanlage gezeigt und mit ihnen die Pause verbracht. Danach wurden die Eltern verabschiedet und der Unterricht ging los.» Am wichtigsten in der ersten Zeit ist die Klassenbildung «Der erste Schultag löst zwiespältige Gefühle bei den Kindern aus: Da ist Freude und Stolz, aber auch Bammel und Unsicherheit vor dem Neuen und Unbekannten. In der Schule gibt es teilweise neue Rituale und andere Strukturen als im Kindergarten», führt Nadja Calörtscher aus. «Um die Kinder abzuholen, gestalten wir den Schulalltag lustvoll und spielerisch und achten auf Bewegung im Unterricht. Jedes Kind soll seinen Platz im neuen Gefüge der Klassengemeinschaft erhalten, das stiftet Identifikation. Die Förderung der Gemeinschaft ist bis zu den Herbstferien ein sehr bewusst geführter und steter Prozess.» Sie selbst hat, bevor sie Schulleiterin wurde, in der Mittelstufe unterrichtet. Sie kennt den Klassenalltag also aus nächster Nähe. Natürlich gibt es auch im «Steiacher» einen Schulsong, den «Steiacher Song». Darin sind unter anderem die Schulregeln vertont – eine clevere Idee, mithilfe einer Melodie die Regeln des schulischen Zusammenlebens in den Köpfen der SchülerInnen zu verankern. Welche Fächer werden unterrichtet? Welche Fächer in der Primarschule unterrichtet werden, ist vom Kanton vorgegeben. So steht auch in diesem Zürcher Primarschulhaus zu Beginn der ersten Klasse Deutsch, Deutsch als Zweitsprache («DaZ») und Mathematik inhaltlich zuvorderst. Das Lesen- und Schreibenlernen und die Orientierung im Zahlenraum bis zur Zahl 20 kennenzulernen, sind zentrale Inhalte der ersten Klasse. Daneben gibt es die Fächer «Natur- Mensch-Gesellschaft NMG», Sport (inklusive Schwimmen), Musik, Bildnerisches Gestalten (BG), «Religionen, Kultur und Ethik» und ein Fach mit Namen «TTG», also Textiles und Technisches Gestalten – der alte Begriff dafür, «Handarbeit und Werken», ist aus dem Schulvokabular aussortiert worden. Der Unterricht im ersten Zyklus – dieser meint den Zeitraum vom Kindergarten bis zur zweiten Klasse – orientiert sich allerdings stark an der Entwicklung der Kinder und wird vor allem zu Beginn noch fächerübergreifend organisiert und gestaltet. Übrigens: Die Schule Steiacher verfügt über eine besondere Klasse Seit 2015 gibt es in Brüttisellen eine Aufnahmeklasse für Flüchtlingskinder. In diese Klasse werden Kinder und Jugendliche eingeteilt, welche aus dem fremdsprachigen Ausland zugezogen sind. Die Klasse wird altersmässig für Zweit- bis Neuntklässler geführt. Natürlich geht es in dieser Klasse vornehmlich um den DaZ-Unterricht und um die Einführung in das neue Umfeld. Wenn sich die Kinder und Jugendlichen ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache angeeignet haben, werden sie in die Regelklasse integriert. Die Klassengrösse einer Aufnahmeklasse liegt bei acht bis 14 SchülerInnen.

Kurier Nr. 36 9.9.2021 Dorfspiegel Dietlikon 3 Spalierstehen für neue Schülerinnen und Schüler wie Iris und Cedric (r.). (Fotos yz) Der «Erste Schultag» im Schulhaus Dorf in Dietlikon Schulbeginn für 51 neue Erstklässler 51 Schulanfänger dürfen nach den grossen Ferien die Schulbank im Primarschulhaus Dorf drücken, aufgeteilt in zwei erste Klassen. Bei einladend sonnigem Wetter durfte je ein Elternteil sein Kind am Montagmorgen ins neue Klassenzimmer begleiten – coronabedingt. Yvonne Zwygart Die Rituale im Schulhaus Dorf sind seit vielen Jahren die gleichen. Man versammelt sich zu Beginn auf dem Schulhausplatz. Wenn alle angekommen sind, spricht die Schulleitung zu den Anwesenden einige begrüssende Worte. Die Flötengruppe unter der Leitung von Bea Ressnig spielt den Neulingen und deren Eltern einige Lieder. Anschliessend dürfen alle «Starter» durch den Tunnel ins Schulhaus laufen, welchen die spalierstehenden älteren Schüler zum schulhauseigenen Song «D’Sterne vom Dorf» für die Youngsters bilden. Diese jedes Jahr sich ähnelnde Abfolge kennen vermutlich alle Schülerinnen und Schüler, die im Schulhaus Dorf in Dietlikon ihre Primarschulzeit verleben durften. Irgendetwas ist gefühlt dennoch anders in diesem Jahr, denn auch das Schulhaus Dorf hat im letzten Jahr Fernunterricht anbieten müssen, lockdownbedingt, und man hofft, dass den jungen und den schon älteren Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrpersonen, der Schulleitung und insgesamt allen an der Schule Dietlikon beteiligten Personen dieser Umstand ein zweites Mal erspart bleibt. So ist der Besuch im Schulhaus fast schon etwas Besonderes und, wie wir nun alle wissen, überhaupt nicht selbstverständlich. Wer wurde dieses Jahr eingeschult? In die erste Klasse kamen in diesem Jahr alle in Dietlikon wohnhaften Kinder, welche zwischen dem 1. Juli 2014 und dem 30. Juni 2015 geboren sind. Einer der 51 neuen Erstklässler heisst Cedric, hat soeben erfolgreich seine Kindergartenkarriere beendet und ist sieben Jahre alt. Er besucht seit dem 23. August die Klasse 1a von Sophie Lierow und Anna Brandenberger. Cedric ist in die Halbklasse mit Namen «Tukan» eingeteilt worden. Dann gibt es da noch die andere Halbklasse, die Flamingos. Zu ihnen gehört Iris, sechs Jahre alt. Was ist nun anders als im Kindergarten? Cedric berichtet: «Jetzt muss ich jeden Morgen eine Treppe hochlaufen. Danach müssen wir uns alle die Hände waschen und an unseren Platz sitzen.» Die stolze Erstklässlerin Iris stellt fest, dass die Lieder in der Schule andere sind als jene, die sie im Kindergarten gesungen haben. Jedes Kind hat von der Schule ein Etui mit Stiften und Schulutensilien darin erhalten, welches zu ihm persönlich gehört. Alle Dinge darin sind mit der zum Kind gehörenden SchülerInnen-Nummer versehen. Das macht es einfacher, diese wiederzufinden, wenn einmal etwas verlorengeht. Was sonst noch anders ist in der Schule als im «Chindsgi», müssen die neuen Erstklässler im Laufe der nächsten Schul-Wochen noch herausfinden. Was hat den beiden Schulanfängern an ihrem ersten Schultag gefallen? Cedric erzählt: «Die Lieder von der Flötengruppe haben mir gut gefallen. Und dass wir unseren Namen ausmalen durften. Heute haben wir keine Ufzgi, das ist toll – aber ich habe es auch gerne, wenn wir Ufzgi haben.» Iris meint: «Es hat mir gut gefallen, dass die grösseren Kinder einen Spalier für uns gemacht haben. Die Schule gefällt mir gut.» Und natürlich haben sich beide Schulanfänger sehr auf diesen grossen Tag gefreut. Unterricht in Halbklassen Auch der Halbklassenunterricht hat Tradition im Primarschulbereich. Die Fächer «Technisches und Textiles Gestalten» und «Musikalische Grundausbildung» sowie das Fach «DaZ» werden geteilt unterrichtet. Den Unterricht im Fach «DaZ» (Deutsch als Zweitsprache) erteilt Mirjam Tscharland. Sie ist gleichzeitig die Pädagogin für Integrative Förderung, kurz «IF». Diesen Unterricht dürfen alle SchülerInnen besuchen, welche nicht mit der Muttersprache Deutsch aufwachsen. Der Halbklassenunterricht bietet den Vorteil, dass sich die Lehrperson bei zehn SchülerInnen pro Halbklasse auf das einzelne Kind besser einlassen kann. Neben den Hauptfächern «Deutsch» und «Mathematik» gibt es noch Unterricht in den Fächern «Bewegung und Sport» inklusive Schwimmen, in «Natur/Mensch/Gesellschaft», Ein Neuzuzügeranlass ist immer auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte: der eigenen, wie im Fall unserer Berichterstattung über die stimmungsvolle Zusammenkunft in Dietlikon im nächsten Kurier. Unsere freie Mitarbeitering Glynis Cerneaz ist vom Land in die Gemeinde gezogen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein solcher Anlass lässt einen aber auch in die Vergangenheit der «Religion / Kultur / Ethik», «Musik» und «Bildnerischem Gestalten». Eigentlich kann man beim Eintritt in die erste Klasse nicht von «Einschulung» sprechen, denn die obligatorische Schulzeit beginnt im Kanton Zürich mit dem Eintritt in den Kindergarten. So kommt jedes Kind mit den beiden Kindergartenjahren am Ende seiner Sekundarschulzeit – ohne Repetitionen – auf insgesamt elf Jahre Schule. Hat es das Gymnasium besucht, sind es sogar 14 Schuljahre im Ganzen. Am Ende kommt es aber nicht darauf an, wieviele Jahre man die Schulbank gedrückt hat. So manches in der Schule Gelernte hat für das spätere Leben keine wirklich wesentliche Bedeutung und «man hätte es sich auch schenken können», – salopp ausgedrückt. Trotzdem – Mathematik und Deutsch sind Kernkompetenzen, welche man immer brauchen wird. Vorschau auf den nächsten Kurier Neuzuzügeranlass in Dietlikon neuen Wohngemeinde eintauchen. Unter anderem durch unzählige Bilder, Zeitungsschnipsel und Collagen – Boten der Vergangenheit wie auf unserem Bild der Kinolounge. Was unsere Autorin über Dietlikon erfahren hat und wie der Neuzuzügeranlass die frischen Bürgerinnen und Bürger in ihren Bann zog, erfahren Sie in Kurier Nummer 37. (lni, Foto: Glynis Cerneaz)

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