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2021_29-30

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2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 29 / 30 22.7.2021 Lorenz Matter (52), leitet die Akrobatik-Schule Dietlikon: «Wir waren mitten in den Proben, als mit Corona alle unsere Auftritte abgesagt wurden.» Vor allem, wenn man daran denkt, dass wir, meine Frau und ich, ja sonst als Akrobaten auf der Bühne stehen. Unseren Start hatten wir 1991 mit Strassenshows in verschiedenen Städten Europas. So wurden Künstler-Agenturen auf uns aufmerksam und wir konnten bald an grossen Events auftreten. Später schafften wir den Schritt zu den internationalen Variétés, was uns Auftritte bis nach Japan und Amerika ermöglichte. 2001 kreierten wir unsere eigene abendfüllende Show Stage TV mit Romano Carrara, Ralph Wiedemeier und Daniela Lager. 2009 folgte das Programm «coloro», mit welchem wir wieder an Theater und grosse Festivals eingeladen wurden. Mit der Loft am Bach wurden wir sesshafter und bauten parallel zu den Shows unsere Kurse auf. Uns ist bewusst, dass wir in dieser Rolle eine Vorbildfunktion haben. Das müssen wir uns immer wieder vor Augen halten, wenn wir Fotos machen. Es ist halt schon so, wenn wir unterwegs sind, etwa am Meer oder an einem Felsvorsprung, reizt es uns mitunter, dort zu posieren. Bei Ausflügen entscheiden wir uns oft spontan zu einer solchen Session. Die Natur inspiriert uns. «Handstand neben einem Abgrund» Und ja, wir haben auch schon einen Handstand neben einem Abgrund gemacht. Das gibt natürlich tolle Fotos. Denn für uns sind die sozialen Netzwerke extrem wichtig geworden. Nicht zuletzt, weil wir Akrobatinnen und Akrobaten weltweit über Instagram und Facebook vernetzt sind und weil wir darüber neue Schülerinnen und Schüler ansprechen können. Gerade auf diesen Kanälen sind gute und spektakuläre Fotos wichtig. Allerdings würden wir nie irgendwo posieren, wo es gefährlich ist. Wir wollen nicht, dass das jemand nachmacht. Als Influencer verstehen wir uns übrigens nicht. Dafür sind wir zu alt (lacht). Auf der anderen Seite sind solche Fotosessions halt jedes Mal auch eine Motivationsspritze für uns. Weil einen die Pandemie in den letzten Monaten als Künstlerin oder Künstler so ausbremst, muss man sich aufraffen, um dennoch zu üben. So hatten wir wenigstens ein konkretes Ziel – auch wenn kein Publikum zugegen war. Tägliches Training ist die Voraussetzung, um fit zu bleiben. Als wir den Brunnen beim Circle am Flughafen entdeckten, kamen wir auf die Idee, dort ein Fotoshooting zu machen. Die Sonne hat auch mitgespielt, und so sind diese atmosphärischen Bilder entstanden. Diesen August feiern wir unser 30-Jahr-Bühnenjubiläum. Eigentlich wollten wir aus diesem Anlass eine neue grosse Show entwickeln. Geplant war, dass Drohnen um uns herumfliegen würden, und quer durch unsere Akrobatikfiguren sausen und gleichzeitig Videos an die Leinwand projizieren. Uns schwebte eine Kombination aus Akrobatik und High-Tech vor, wie wir es schon mit Stage TV und coloro gemacht hatten. Wir waren mitten in den Proben, als mit Corona alle unsere Auftritte im 2020 abgesagt wurden. Da wir für die neue Show weit über 100 000 Franken hätten investieren müssen, die Zukunft aber sehr ungewiss war, brachen wir alles ab. Dies war eine gute Entscheidung, da auch bis im August 2021 alle Auftritte abgesagt wurden und wir das Jubiläumsprogramm gar nie richtig hätten spielen können. Dennoch, ganz ohne Jubiläum geht es natürlich nicht. Wir freuen uns, im Rahmen des 125-Jahr-Jubiläums des Turnvereins Dietlikon im August unsere erste Show nach 20 Monaten Pause zu zeigen. Aber auch sonst gibt’s viel zu tun im neuen Semester. Wir haben die Kinderkurse ausgebaut. Zusätzlich starten wir nach den Sommerferien wieder mit einem Einsteigerkurs am Mittwoch, damit wir wieder neue Kinder für Akrobatik begeistern können.» Weitere Infos: www.akrobatik.ch

Kurier Nr. 29 / 30 22.7.2021 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen 3 Gedanken zum 1. August Auf in die Zukunft «Zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr wieder unsere traditionelle Feier durchführen und gemeinsam feiern können, wünsche ich Ihnen für dieses Jahr einen schönen Bundesfeiertag zu Hause.» Mit diesen Worten habe ich letztes Jahr meine Gedanken zum 1. August beendet. Ich freue mich sehr, dass sich mein Wunsch erfüllt hat, auch wenn die aktuelle Situation die Freude etwas trübt. An unserer diesjährigen Bundesfeier stehen Gedanken für die «Zukunft» im Mittelpunkt und bestätigen meine Zuversicht des letzten Jahres. Es freut mich, dass auch Krisen das Zukunftsdenken und -handeln nicht stoppen können, dass der Optimismus über den Pessimismus siegt. Unsere diesjährige Festrednerin Félicie Bozzone und unser Festredner Peter Sauter, der für die abgesagte Bundesfeier im 2020 vorgesehen war, haben beschlossen, gemeinsam eine Festrede unter dem Motto «Zukunft» zu halten. Beide sind zu unterschiedlichen Zeiten in unserer Gemeinde aufgewachsen und kürzlich wieder zurückgekehrt. Auch wenn die beiden einige Lebensjahre trennen, teilen sie viele Gemeinsamkeiten. Sie haben Ideen (die sie auch umsetzten), lassen sich begeistern, können begeistern und lassen sich auch von grossen Plänen nicht abschrecken. Verfolgt Peter Sauter doch seit einigen Jahren die Idee einer Expo (X27) auf dem Gelände des geplanten Innovationsparks und für Félicie Bozzone, Mitglied der IG Frauenstimmen, ist die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Politik – für Frauen und Männer – ein grosses Anliegen. So ist es nicht erstaunlich, dass die beiden auch an der Bundesfeier eine Idee für die Zukunft unserer Gemeinde präsentieren werden, die ich an dieser Stelle natürlich noch nicht verrate. «Gedanken machen über die Durchführung der Bundesfeier» Zukunftsgerichtet mussten wir uns auch grundlegende Gedanken machen über die Durchführung der Bundesfeier. Ist die traditionelle Art noch gefragt und wie finden wir Mitwirkende? Für die Festwirtschaft stellt sich seit 2019 kein Verein mehr zur Verfügung und der Textvorschlag zu Schweizerpsalm. Chor kann nicht mehr auftreten. Aber auch diesbezüglich hatten wir Glück und können auf junge Menschen unserer Gemeinde zählen. Die bald 20-jährige Anna Michel aus Wangen wird uns neben einer Gesangseinlage, die sie selber wählen darf, den Vorschlag für einen neuen, besser verständlichen Text der Landeshymne präsentieren (siehe Bild). Auf dem Aegmet wird das traditionelle Höhenfeuer wieder von Florian Küenzi und weiteren jungen Menschen aus unserer Gemeinde errichtet und entfacht. Ebenfalls werden sie eine Festwirtschaft organisieren. So schaue ich voll Freude und Zuversicht in die Zukunft. Frauen und Männer, jung und alt, tragen dazu bei, dass sich unsere Gemeinde weiterentwickeln kann, das Dorfleben aktiv bleibt und, dass wir auch dieses Jahr unseren Nationalfeiertag in unserer Gemeinde feiern dürfen. Ich danke allen Mitwirkenden ganz herzlich. Ich lade Sie ein, am Sonntag, 1. August mit uns zu feiern. Um den aktuell geltenden Corona-Massnahmen gerecht zu werden und damit wir genügend Platz haben, wird die diesjährige Bundesfeier ab 18.15 Uhr auf dem Dorfplatz Wangen stattfinden. Nach der traditionellen Feier mit Festreden, Musik und Gesang offeriert Ihnen die Gemeinde auf dem Dorfplatz eine Wurst und Getränke. Anschliessend laden wir Sie zu einem Spaziergang auf den Aegmet ein, um den Abend mit dem traditionellen Höhenfeuer und einem tollen Feuerwerk, gezündet und gesponsert von Roger Eperon ausklingen zu lassen. Das detaillierte Festprogramm können Sie dem Inserat in diesem Kurier entnehmen. Ich freue mich auf viele Besucherinnen und Besucher. Ihre Gemeindepräsidentin Marlis Dürst Das Programm zur Bundesfeier in Wangen-Brüttisellen finden Sie auf Seite 11. Gedanken zum 1. August Liebe Dietlikerinnen und Dietliker Ist Ihnen in der Zeit der Coronapandemie auch der gleiche Gedanke durch den Kopf gegangen wir mir? Mir ist es in den letzten 15 Monaten der coronalen Ungewissheit einmal mehr bewusst geworden, in was für einem tollen Land mit sehr hohem medizinischem Standard wir leben dürfen! Nicht einmal in jedem europäischen Land ist es selbstverständlich, dass man sich im gesundheitlichen Notfall in ein öffentliches Spital begeben und dabei sicher sein kann, dass man dort medizinisch top behandelt wird. Oft bleibt in diesen Ländern nur die teure Möglichkeit, sich in einem Privatspital dieses Qualitätslevel zu erkaufen. In der Schweiz verfügen selbst Regionalspitäler über hervorragende Intensivstationen. Als in den belasteten Monaten mit hohen Corona Fallzahlen und lokalen Ausbrüchen die Intensivbetten knapp wurden, konnten sich die Spitäler in unserem Land auch über die Kantonsgrenzen mit Patientenübernahmen aushelfen. Dabei konnte sich der betroffene Patient und seine Familie darauf verlassen, dass damit kein erhöhtes Gesundheitsrisiko einherging. Dies ist nur ein positives Beispiel dafür, was in der Schweiz hervorragend ist, auch wenn uns dieses Gesundheitswesen teuer zu stehen kommt. Ebenso stolz können wir auf unser stabiles politisches System, unser Bildungswesen, unser Sozialleistungssystem und unsere Grundrechte wie die Freiheit sein. Auch letztere wurden in der Pandemie auf die Probe gestellt. Plötzlich kamen zum Beispiel Zweifel auf über den Vorteil des Föderalismus, die Schulen mussten von einem Tag auf den anderen während einigen wenigen Wochen auf Fernunterricht umstellen, was nicht überall gleich gut gelang und manch freiheitsliebender Schweizer fühlte sich durch die Verfügungen des Bundesrates zu stark in seiner Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Dank den grosszügigen Corona Hilfsgeldern lag sogar die Anzahl der Konkurse im Januar 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat tiefer. Das beliebte «Kölsch-Muster» ist eine Hommage an das traditionsreiche Textilhandwerk. Mit diesem Muster verbinden uns aber auch Erinnerungen an unbeschwerte, gemeinsame und gesellige Stunden am Küchentisch, in der Alphütte oder an den Duft von frisch gebackenem Brot. Nach Monaten der Einschränkungen bringt uns das Abzeichen ein Stück ersehnte Normalität zurück. «Hervorragendes Gesundheitswesen» Nun aber zurück zu unserem hervorragenden Gesundheitswesen: Ich freue mich mit Ihnen auf unseren diesjährigen Dietliker Ehrengast und Festredner, Prof. Dr. Martin Meuli, ein Schweizer Pionier für Kindes- und Fötalchirurgie, und bin gespannt darauf, was er uns mitteilen wird. Herzlich, Ihre Edith Zuber Gemeindepräsidentin Dietlikon Das Programm zur Bundesfeier in Dietlikon finden Sie auf Seite 19.

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