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2021_29-30

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TODESFÄLLE IN DER

TODESFÄLLE IN DER PRAXIS – AUFWENDIGER ALS GEDACHT Was Sie über die Nachlassregelung im Kanton Zürich wissen sollten Der Tod ist auch heute noch weitgehend ein Tabuthema – wer spricht schon gerne darüber? Viele wissen zwar, dass man vorsorgen sollte, schieben das wichtige Thema dennoch schon seit Jahren vor sich her. Wer zu Lebzeiten keine Vorkehrungen trifft, hinterlässt viele offene Fragen und oftmals auch überlastete Hinterbliebene. Was ist zu tun im Todesfall? Wenn jemand verstirbt, ist viel zu tun: Der Todesfall ist innert 48 Stunden beim Bestattungsamt anzumelden, die Beerdigung ist zu organisieren und der Wohnsitz sollte geräumt und gereinigt werden. Zudem sind viele administrative Aufgaben zu erledigen: Todesurkunde und Erbschein müssen bestellt, Banken benachrichtigt, Verträge und Versicherungen gekündigt, die Post bearbeitet und die Rechnungen bezahlt werden. Eine Steuererklärung per Todestag und ein Inventarfragebogen sind ebenfalls einzureichen. Im Kanton Zürich werden für diese Aufgaben durchschnittlich 100 Stunden aufgewendet. Zudem benötigen die Erben Geduld: Es dauert rund ein Jahr, bis alles abgeschlossen ist. Wer erledigt diese Aufgaben? Wurde zu Lebzeiten kein Testament verfasst, ermitteln Ämter im Todesfall die nächsten gesetzlichen Verwandten. Dies können z.B. Ehepartner, Kinder, Enkel, Geschwister, Nichten oder Neffen, Cousins oder Cousinen oder gar deren Kinder sein. Sie bilden rechtlich eine Erbengemeinschaft. Nicht nur erben sie das Vermögen, sie sind auch dazu verpflichtet, die rund 100 Aufgaben zu erledigen. Sind keine Verwandten vorhanden oder sind diese nicht in der Lage, die Aufgaben auszuführen, gibt es kein Amt, welches diese übernimmt. Weder die KESB noch das Notariat, Bezirksgericht oder sonstige Ämter sind dafür zuständig. Wurde zu Lebzeiten ein Testament verfasst, muss dieses im Todesfall an das Bezirksgericht eingereicht werden. Die eingesetzten Erben – dies können Personen oder auch Hilfswerke sein – sind nun verpflichtet, sämtliche anfallende Aufgaben zu erledigen. Wenn beispielsweise ein Tierheim testamentarisch als Erbin eingesetzt wurde, ist dieses auch für die Erledigung aller Aufgaben zuständig. Wie läuft die Erbteilung ab? Im Erbschein, welcher durch die Erben bestellt und nach ca. drei Monaten zugestellt wird, werden die Erben nur mit Namen aufgelistet. Es wird nicht vorgegeben, wer wieviel erbt: Weder ein konkreter Betrag noch ein Prozentsatz wird genannt. Denn die Erbteilung ist im Kanton Zürich – im Gegensatz zu vielen anderen Schweizer Kantonen – Sache der Erben. Die Erbteilung untersteht somit keiner amtlichen Kontrolle. Die Verteilung des Erbes führt daher oft zu langwierigen Konflikten, die wiederum hohe Gerichtskosten verursachen können. Um dies zu verhindern, wird wärmstens empfohlen, zu Lebzeiten mittels Testament einen Willensvollstrecker zu beauftragen, der sich nach Eintritt des Todes um die Nachlassregelung kümmert. Was macht ein Willensvollstrecker? Ein klassischer Willensvollstrecker, wie z.B. eine Bank oder ein Anwalt, ist im Todesfall für die Erbteilung verantwortlich. Die übrigen Aufgaben, wie z.B. die Organisation der Beerdigung, die Auflösung des Wohnsitzes sowie die Vertragskündigungen müssen dennoch durch die Erben selbst erledigt werden. In der Praxis stellt dies viele Erben vor eine Herausforderung. Wie wird ein Willensvollstrecker eingesetzt? Der Willensvollstrecker kann nur zu Lebzeiten beauftragt werden. Hierfür ist ein Testament zu schreiben, in welchem der Willensvollstrecker namentlich erwähnt wird. Nach Eintritt des Todes ist die Beauftragung eines Willensvollstreckers nicht nicht mehr möglich.

VERANSTALTUNGEN ZUR TODESFALLREGELUNG Die wichtigsten Massnahmen, die jede Person frühzeitig treffen sollte Das Winterthurer Treuhandbüro «Dimovera Nachlasstreuhand GmbH» veranstaltet in Dietlikon und Wangen-Brüttisellen unter strenger Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen Anlässe rund um die selbstbestimmte Vorsorge für Urteilsunfähigkeit und Todesfall. Dimovera möchte den Einstieg in die Vorsorge-Thematik erleichtern und bietet eine "Infoveranstaltung" für Personen mit Kindern und einen "praktischen Kurs" für Personen ohne Kinder an. Denn die Vorsorge unterscheidet sich bei diesen beiden Gruppen grundlegend in vielen Punkten. Instrumente wie Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag, Testament und Willensvollstreckung werden auf verständliche Weise erklärt. Es wird zudem aufgezeigt, welche typischen Fehler häufig begangen werden und welche gravierenden Auswirkungen diese in der Praxis haben können. Zudem wird darüber informiert, mit welchen einfachen Massnahmen Sie Ihre Verwandten bei den rund 100 Aufgaben im Todesfall entlasten können. Über 6'000 Personen haben die Anlässe bereits besucht. Die Veranstaltungen sind konfessionsneutral und alle sind herzlich willkommen. INFOVERANSTALTUNGEN «7 Dinge, die Sie vor dem Todesfall vorbereiten sollten» Geeignet für Personen mit direkten Nachkommen (Kindern) Kosten: Kostenlos Teilnehmende: max. 35 Personen Dietlikon: Fr, 20. August 2021, 14.00 - 15.30 Uhr Bertea-Saal 105, Alexander Bertea Dorftreff, Dorfstrasse 5b, 8305 Dietlikon Wangen-Brüttisellen: Do, 26. August 2021, 14.00 - 15.30 Uhr Aula Sekundarschule Bruggwiesen, Bruggwiesenstrasse 4, 8306 Brüttisellen PRAKTISCHE KURSE «Damit mein letzter Wille zählt – Was ich vorsorglich beachten muss, wenn ich keine Kinder habe» Geeignet für Personen ohne direkte Nachkommen (Kinder) Kosten: CHF 15 pro Person Teilnehmende: max. 15 Personen (Kleingruppen) Dietlikon: Fr, 20. August 2021, 10.00 - 11.30 Uhr Bertea-Saal 105, Alexander Bertea Dorftreff, Dorfstrasse 5b, 8305 Dietlikon Wangen-Brüttisellen: Do, 26. August 2021, 10.00 - 11.30 Uhr Aula Sekundarschule Bruggwiesen, Bruggwiesenstrasse 4, 8306 Brüttisellen Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis spätestens zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn an unter Tel. 052 243 00 00 oder online unter www.dimovera.ch/veranstaltungen . Das Team von Dimovera freut sich über Ihre Teilnahme. Die Referentinnen Corina Soncini und Katja Carminati: Über Dimovera Nachlasstreuhand GmbH Dimovera ist u.a. offizielle Partnerin von Pro Senectute Kanton Zürich. Das zwölfköpfige Team hat sich auf die Vorbereitung und Umsetzung der Aufgaben (Willensvollstreckungen) im Todesfall spezialisiert. Dank über 250 bearbeiteten Todesfällen verfügt Dimovera über ein fundiertes Fachwissen und die nötige Erfahrung. Das Treuhandbüro arbeitet mit viel Herz, ist sozial eingestellt und im ganzen Kanton Zürich sehr gut mit Ämtern vernetzt. Im Gegensatz zu klassischen Willensvollstreckern erledigt Dimovera nach Eintritt des Todes alle Aufgaben, die anfallen: Von den Sofortmassnahmen, der Organisation der Beerdigung, der Auflösung des Wohnsitzes, dem Administrativen bis hin zur Erbteilung, koordiniert das Treuhandbüro falls gewünscht alles.

Gemeindezeitung Kurier