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2 Dorfspiegel

2 Dorfspiegel Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 23 10.6.2021 Erinnerungen an mutige Fahrten in tollkühnen Seifenkisten-Kostruktionen: Gaudirennen 2018/19. (Fotos lni / zvg) Lukas Hammer vom OK blickt zurück auf die ersten zwei Austragungen, spricht über das jähe Aus im vergangenen Jahr, den Entscheid zur Absage in diesem Jahr und von der Hoffnung auf eine grandiose Neuauflage im 2022. Herr Hammer, welche Eindrücke sind Ihnen von den beiden Gaudirennen 2018 und 2019 geblieben? Lukas Hammer: Grillduft in der Luft, eifriges Geplauder, ein Fest, das verbindet und eine Dorfgemeinschaft, die in einer gemütlichen lockeren Stimmung rund um die Rennen zusammenfindet. Es war eine charmante Veranstaltung für die Kinder und die Dorfgemeinschaft für Wangen und Umgebung. Wie sind die Gaudirennen entstanden? Dani Sonderegger hat sich an der Chilbi 2017 erinnert. Aus der Idee, die Seifenkistenrennen für die Kinder wieder aufleben zu lassen, entstand 2018 das erste Gaudirennen. Konnten Sie auf frühere Erfahrungen mit Events zurückgreifen? Wir waren anfangs noch etwas unerfahren. Die Rennen von 2018 haben wir vor allem mit viel Energie und Aufwand, aber noch etwas chaotisch, organisiert. Im zweiten Jahr sind wir schon etwas professioneller vorgegangen. Was hat Sie gereizt, das Gaudirennen zu organisieren? Es ist vor allem der Reiz, spannende Ideen umzusetzen. Das OK, welches aus acht Personen zusammengesetzt ist, kann sich begeistern und hat gute Ideen. Waren Sie zufrieden mit der ersten «Ausgabe» des Anlasses 2018? Es gab viele begeisterte Stimmen. Wir waren grundsätzlich zufrieden mit dem ersten Rennen, aber es gab auch einige verbesserungsfähige Punkte. Wir haben dann entschieden, dass wir Visionen haben müssen, um eine Weiterentwicklung zu erfahren. Wie sah diese Weiterentwicklung für das Jahr 2019 aus? Wir hatten das Glück, die richtigen Rahmenbedingungen für das Fest zu haben – gute Sponsoren und Partner. Das ermöglichte es, rasch und gut zu wachsen. Irgendwann hatten wir dann die Idee, dass die Rennen auf einer Grossleinwand für die Fans auf dem Dorfplatz übertragen werden könnten. Eine tolle Idee – wie liess sie sich umsetzen? Auch wenn die Idee anfangs als zu gross erschien: Wir fanden einen Weg zur Umsetzung, auch dank «Invasion Veranstaltungstechnik», einem unserer Sponsoren. So brachten wir die Strecke auf den Dorfplatz! Es hat sich sehr bewährt. Welche neuen Ideen hatten Sie für das Jahr 2020? Die positiven Rückmeldungen zu den ersten beiden Austragungen animierte uns. Für 2020 waren zwei Live-Konzerte geplant. Zusätzlich zu Rennen und Fest auf dem Dorfplatz mit Live-Übertragung sollte Livemusik den Event in den Abend hinein begleiten. Aber dann kam Corona. Wie haben Sie im OK diese Zeit erlebt? Mit Corona kam erst der Lockdown und mit ihm die Planungsunsicherheit, was zur Absage des Gaudirennens 2020 führte. Die Plakate mit allen Neuerungen waren bereits gedruckt und aufgehängt. Wir mussten sie mit dem Zusatz «verschoben» überkleben, wie so mancher Veranstalter. Es war eine Enttäuschung, denn es steckt ein Riesenaufwand hinter einem solchen Event. Wie sieht es in diesem Jahr aus mit dem Gaudirennen? Für dieses Jahr haben wir vor wenigen Tagen beschlossen, auf die Durchführung des Gaudirennens, das für den 10. Juli 2021 geplant war, zu verzichten. Dieses Jahr ist der Frust fast noch ein bisschen grösser als 2020: nur planen und stornieren, begeistert nicht so stark wie umsetzen. Was führte zur diesjährigen Absage? Nach einem langen Gespräch mit der Gemeinde haben wir uns zur Absage entschieden. Der Event soll ungezwungen sein, Begegnungen ermöglichen. Die aktuell geltenden Covid19-Richtlinien erlauben kein unkompliziertes Zusammenkommen und Feiern, da fehlt die richtige Atmosphäre. Da kann aber die Gemeinde nichts dafür – sie hat uns stets stark unterstützt. Ist eine Verschiebung auf den Herbst 2021 für Sie kein Thema? Immer wieder Anlauf holen, mit den Helfern, mit den Bands, mit der Technik zu reden, einen zweiten Termin reservieren, ist zu anspruchsvoll, solange keine Planungssicherheit da ist. Aus diesem Grund, aber auch weil zum Teil die gleichen Leute auch in anderen Herbstevents wie die Chilbi engagiert sind, haben wir eine Verschiebung in den Herbst hinein verworfen. Es scheint, dass sich viele von Ihnen für ein starkes Vereinsleben einsetzen? Wir alle engagieren uns als Freiwil-

Kurier Nr. 23 10.6.2021 Dorfspiegel Wangen-Brüttisellen 3 lige in unserer Freizeit in Vereinen und gleichzeitig haben wir auch Beruf und Familie. Da soll der Bogen nicht überspannt werden, denn nicht selten brechen Vereine auseinander, wenn ihre Schlüsselpersonen ausfallen. Das soll hier nicht passieren. Werden Sie und Ihre Kollegen sich weiterhin für die Gaudirennen engagieren? Grundsätzlich ja. Bei der Entstehung waren wir Väter mit Kinder im richtigen Alter für die Seifenkisten- und Bobbycarrennen. Zwischenzeitlich sind die Kinder älter geworden. Ob alle Kinder der OK- Eltern nach zweijähriger Pause noch gleich engagiert mitmachen werden, wird sich zeigen. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir die Väter halten können (lacht). Wie ist es mit neuen OK-Mitgliedern? Es wäre schön, wenn neue Väter mit Kindern im passenden Alter für die Gaudirennen dazu stossen, damit die Gaudirennen in der Zukunft weiterleben werden. Irgendwann ist es dann auch Zeit, das Rennen in neue Hände zu geben. Planen Sie eine Neuauflage 2022? Das für 2020 geplante Gaudirennen soll 2022 wieder stattfinden: Die Gaudi- und Bobbycar-Rennen für die Kinder und ein Dorffest mit Liveübertragung und Live-Musik für alle. Die für 2020 angekündigten Bands «Offträx» und «The Blue Bluebottle Blues Band» freuen sich darauf, den geplanten Auftritt im kommenden Jahr endlich durchführen zu können. Was ist Ihr Wunsch für die Ausgabe im nächsten Jahr? Wir haben das Ziel, wiederum begeisterte Kinder, engagierte Väter und Mütter an den Rennen und ein verbindendes, charmantes Dorffest für die Bevölkerung von Wangen und Umgebung erleben zu können. Und mein Wunsch ist es, dass es schönes Wetter wird. Helfer fürs Gaudirennen gesucht Als Verein organisiert, braucht es für die Eventorganisation einen begeisterten harten Kern von Freiwilligen im Organisationskomitee. Leute, welche die Rennen vorbereiten und mit Sponsoren, Polizei, Gemeinde und den Beteiligten verhandeln. Festzelte, Infrastruktur und Sicherheitsmassnahmen, Strassensperrungen, Busumleitungen sind nötig für eine solche Veranstaltung – und natürlich eine Festwirtschaft. Neben einem grosszügigen Budget – finanziert durch Sponsoren und Gastronomie – braucht es viele freiwillige Helfer: rund 35 Personen für die Rennen zum Beispiel als Streckenposten müssen zur Verfügung stehen und zusätzlich 15 bis 20 Personen für die Festwirtschaft. Gefragt sind Personen, die mitdenken und mithelfen – auch für die künftigen Gaudirennen. Das Gaudirennen Wangen freut sich über Meldungen via Facebook! Zur Person: Lukas Hammer, 44, ist Präsident des Seifenkistenvereins Wangen und arbeitet als Verkaufsleiter im Zoo Zürich. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Darüber freut er sich: Über schöne Geschichten, fröhliche Menschen, feines Essen und guten Wein. Quiz: Testen Sie Ihr Wissen über Seifenkistenrennen Seifenkistenrennen sind Jugenderinnerungen für viele von uns. Aus dieser Erinnerung heraus ist das Gaudirennen entstanden. Was aber wissen Sie über die Seifenkistenrennen? Finden Sie die richtigen Antworten! Lösungen im Bild unten Mitte. Seifenkistenrennen sind eine A amerikanische B deutsche C schweizerische Erfindung Englischer Name für Seifenkiste? A Soap chest B soap box C soap case In der Schweiz fand ein erstes Rennen 1934 in A Biberstein B Biberbrugg C Biberist statt Beim Start darf die Seifenkisten A durch Dritte angeschoben B durch die Hände des Fahrers angeschoben C nur durch die eigene Schwerkraft angeschoben werden

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