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2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 17 29.4.2021 Farben sind ihre Leidenschaft: Lascaux Colours & Restauro. Noch immer brennt ihr Herz für die kreative Welt der Farben und deren therapeutische Wirkung. Ihre Leidenschaft zur Farbe und der eigenen Firma wird im Gespräch nur noch weiter verdeutlicht. Voll in ihrem Element schildert sie uns die inneren Vorgänge des Betriebes. Qualität ist wichtig Schon in der Produktion wird deutlich, was für einen Wert auf hochwertige Produkte gelegt wird. Die verschiedenen Farblinien werden ausschliesslich mit den hochwertigsten Rohstoffen hergestellt, welche während des Arbeitsprozesses weiter veredelt werden. Der Anspruch der Produkte liegt speziell darauf, ein Premiumprodukt für Künstler herzustellen. Der Fokus liegt vor allem darauf, den hohen Qualitätsstandard zu halten. Eine gute und schöne Farbe herzustellen ist eins, jedoch die Kontinuität der Produktion aufrecht zu erhalten ist wesentlich herausfordernder. Daher ist die Herstellung einer Künstlerfarbe auf wässriger Basis sowohl eine Kunst wie auch eine Wissenschaft. Wasser scheint auf den ersten Blick unscheinbar, jedoch kann es ganz neue Dimensionen erhalten, wenn Farbpigmente ins Spiel kommen. Aufgrund dieser hohen Komplexität arbeitet der ganze Betrieb wie ein geöltes Uhrwerk. Knapp 30 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten Hand in Hand, um die bestmöglichen Farben hervorzubringen. In der Produktion werden die Farben in grossen Mengen und auf ökologische Weise hergestellt. Im Labor erstellen Lacktechniker und Chemiker die verschiedenen Farbmixturen beinahe wie in einem Alchemie Labor. Die Entwicklung und die Herstellung leben stets in einem natürlichen Gleichgewicht. Das Lager ist voll mit den verschiedensten Acrylfarben und Linien, alles durchorganisiert und bereit zum Verpacken. Der Fabrikladen als Ort der Begegnung Als einer der weltweit führenden Hersteller in Künstlerfarben ist Lascaux in zahlreichen Ländern gefragt. Beinahe die ganze Welt wird mit den hochwertigen Produkten beliefert. Grundsätzlich werden die Produkte über den Fachhandel und den neuen Onlineshop der Firma vertrieben, allerdings ist es der gesamten Belegschaft auch wichtig, die Menschen zusammenzubringen und ihnen den Wert und die Ursprünge und Freuden der Farbe näherzubringen. Aus diesem Grund offeriert Lascaux Führungen und Workshops innerhalb des Unternehmens, wie der Tag der Farbe, der speziell für Schulklassen angeboten wird. Die Menschen sollen erleben, wie Farben kommen und wie sie entstehen, erklärt Barbara Diethelm. Unter diesem Grundgedanken kam dann die zündende Idee mit dem Fabrikladen. Ein kleiner Laden im Herzen des Unternehmens, der alles verkauft, was das Künstlerherz begehrt. Hier steht nicht nur das Produkt im Fokus, sondern auch die Begegnung mit den Kunden und die geteilte Leidenschaft zur Kunst. Farbe soll den Menschen in den Zeiten von Corona als Richtkraft und Wegweiser dienen. Genau das ist die Idee hinter dem malerisch gestalteten Fabrikladen. Zwar ist der Laden im Moment nur am letzten Freitag jedes Monats auf Anmeldung geöffnet, trotzdem sind aber alle Kunstenthusiasten herzlich willkommen. Zusammenhalt in schweren Zeiten Die Farbenbranche hat auch in der Corona-Zeit nicht an Nachfrage verloren und Lascaux bewältigt die Herausforderungen, die das aktuelle Umfeld bietet, trotz zeitweisen Kurzarbeitseinsätzen. Dies auch dank des neuen Webshops, durch den die Nachfrage sogar steigt. Barbara Diethelms Vision und Strategie der Unabhängigkeit bewährt sich. In Zeiten wie diesen will die Chefin auch, dass ihre Farben unterstützend für die Menschen wirken. Momente wie diese sind oft eine Zeit der Not und eine Chance der Selbstreflexion. Farbe und Kunst sind nach Barbara Diethelm ein Leitsystem für die Menschen, als auch ihre Emotionen und Kreativität. Die Farbe kann Leute dabei unterstützen, sich neu auszurichten. Aus diesem Grund beliefert Lascaux seit jeher Schulen und Maltherapeuten. In grauen Tagen kann jeder ein bisschen Farbe vertragen. Gedanken über Kunst und Zukunft Mittlerweile ist klar, dass Barbara Diethelm ihr Leben ganz der Kunst und der Farbe verschrieben hat. Sie ist fasziniert von der Möglichkeit, immer etwas Neues zu erschaffen. Dabei sind stete Veränderungen und das Überschreiten von Grenzen ein natürlicher Teil des Prozesses. Farbe ist ein tragender Faktor, wenn es darum geht, sich mit diesen Aspekten des Lebens und auch sich selbst zu beschäftigen. Barbara Diethelm ist es wichtig, dass ihre eigenen Kunstwerke und auch ihre Firma einen Beitrag leisten und die Menschen über die Kraft der Farben unterstützen. Eine Philosophie, die tief in ihr Unternehmen und deren Arbeitsklima verankert ist. Was die Zukunft bringt, ist ungewiss. Barbara Diethelm wird jedoch weiter an ihren Überzeugungen festhalten: Den Menschen hochwertige Farben zu bieten und sie zu ursprünglichen Werten zurückzuführen. Lassen Sie sich beraten! Husqvarna Automower ® bis zu Fr. 500.– Eintauschprämie für Ihren alten Mähroboter! h.oberholzer@glattnet.ch Haushaltapparat defekt? B BURKHALTER HAUSHALTAPPARATE Kirchstr. 3 8304 Wallisellen Telefon 044 830 22 80 info@bucowa.ch Mit eigenem Kundendienst – schnell, professionell und günstig. In Wallisellen, Wangen-Brüttisellen und Dietlikon ohne Anfahrtskosten!

Kurier Nr. 17 29.4.2021 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen 3 Pandemie in den Kuriergemeinden Viele haben gelernt, besser mit der Situation umzugehen Länger als ein Jahr ist es nun schon her, seit die Schweiz erstmals mit dem neuen Corona-Virus und allen darauffolgenden Massnahmen des Bundes konfrontiert wurde. Seither hat sich einiges verändert, und trotzdem ist vieles gleich geblieben. Die beiden Gemeindepräsidentinnen von Dietlikon und Wangen-Brüttisellen reflektieren über ein Jahr aus Ups und Downs. Interview: Selina Moriggl Wie schätzen Sie die Lage in der Gemeinde ein? Hat sich die Situation stark verändert, im Rückblick darauf, wo wir vor einem Jahr standen? Edith Zuber: Im Vorjahresmonat April befanden wir uns mitten im ersten Lockdown und wir wussten nicht, was noch alles auf uns zukommen wird. Die Lage ein Jahr später ist sehr viel anders. Alle Läden sind nach einem zweiten Lockdown wieder offen und seit kurzem sind vom Bundesrat weitere Lockerungen in Kraft gesetzt worden. Auch weiss man heute medizinisch sehr viel mehr über die Krankheit und deren Behandlung, und es stehen uns nun wirksame Impfungen zur Verfügung. Dennoch zeigen sich nach einem Jahr Pandemiemassnahmen in der Bevölkerung gewisse Auswirkungen. Neben vielen Bürgern, die nach wie vor sehr vernünftig und verständnisvoll auf die Einschränkungen reagieren, stellen Fachleute an der Front fest, dass viele Leute Corona-müde sind und einige zunehmend gereizt reagieren, was sich leider im Bereich häusliche Gewalt und im Strassenverkehr zeigt. Die Gemeindepolizei bezeichnet die Disziplin in Dietlikon aber damals wie heute als hoch, und diesem Eindruck kann ich mich anschliessen. Marlis Dürst: Vor einem Jahr war die Situation neu für alle, sie war schlimmer, und das brachte vor allem viel Unsicherheit mit sich. Heute sieht es ein bisschen anders aus: Wir kennen uns aus, und wir haben auch gelernt, besser damit umzugehen. Das zeigt sich vor allem in all den innovativen Ideen, die es überall wieder gibt, mit dem Ziel, sich besser anzupassen. Für die einen werden grosse Bestandteile des Alltags auf Online-Plattformen verschoben und sind nun etwas, was zur neuen Realität gehört, andere sind hiervon weniger betroffen. Dort geht eine grosse Schere auf. Und natürlich ist die Situation auch jetzt noch ein ständiges Auf und Ab. Macht die Bevölkerung bei allen Entscheidungen mit? Oder gibt es Unruhen/Unzufriedenheiten, die geäussert werden? Edith Zuber: Gemäss Polizeichef Marcel Lutz mussten in Dietlikon einige Ordnungsbussen betreffend Nichttragen von Masken und Überschreiten der Anzahl Personen bei Treffen ausgestellt werden. Im Allgemeinen hält sich die Bevölkerung in Dietlikon sehr diszipliniert an die Vorgaben. Bei einigen Jugendlichen musste anlässlich von diversen Kontrollen aufgeklärt, ermahnt und in wenigen Fällen gebüsst werden. Mathias Brühwiler, Bereichsleiter Jugendarbeit Dietlikon findet, dass die Massnahmen trotz einer gewissen Müdigkeit auch von der Jugend mitgetragen werden, insbesondere seit es im Jugendbereich grössere Lockerungen gibt. Trotzdem wird leider teilweise ein besorgniserregender Anstieg von psychischen Problemen festgestellt, ein gesteigerter Suchtmittelkonsum und eine latent spürbar gesteigerte Aggressivität bei gewissen Gruppierungen. Hoffen wir, dass bei diesen Einzelfällen vor allem die Eltern ihre Verantwortung wahrnehmen und sich rechtzeitig Unterstützung holen. Marlis Dürst: In Wangen-Brüttisellen bekam man nie gross etwas mit von allfälligen Oppositionen. Die Bevölkerung weiss, dass es Massnahmen braucht. Klar gibt es Meinungen, die sich vor allem im Privaten äussern; dass ebendiese Massnahmen zu streng seien, dass man teilweise an ihrem Nutzen zweifelt und oft auch, dass man sich die Realität zurückwünscht. Aber gerade von polizeilicher Sicht mussten keine Eingriffe vorgenommen werden. Würden Sie gerne in den Schuhen der Bundesrätinnen und Bundesräte stecken? Wie würden Sie in deren Situation handeln/entscheiden? Edith Zuber: Wenn man ein Exekutivamt innehat, gehört es zu den Aufgaben dazu, gemeinsam im Gremium auch schwierige Entscheidungen zu treffen und sie nach aussen zu vertreten. Dabei braucht es ab und zu eine dicke Haut. Ich finde, dass der Bundesrat seit einem Jahr seine Verantwortung sehr gut wahrnimmt. Trotz Einschränkungen in unseren Freiheiten sind wir im Vergleich zum umliegenden Ausland mit einem blauen Auge davongekommen. Marlis Dürst: Das ist eine schwierige Frage. Die Bundesrätinnen und Bundesräte müssen damit rechnen, dass sie es mit ihren Entscheidungen nicht immer allen recht machen können. Trotzdem habe ich grosse Hochachtung vor ihrer Determination, immer das Richtige zu tun, und bin sehr dankbar für ihre Arbeit. Es ist keine einfache Aufgabe, denn ihre Entscheide müssen auf einem breiten Spektrum gefällt werden, wo es stets darum geht, alle möglichen Fachbereiche miteinzubeziehen, und oft erkennt man erst im Nachhinein, was nun richtig oder falsch war. Woran liegt es, dass es täglich immer noch zu zahlreichen Neuansteckungen kommt? Edith Zuber: Ich bin keine Ärztin. Aber es ist offensichtlich, dass das Virus immer noch unter uns zirkuliert, vor allem auch Mutationen davon, und dass die Virensaison noch nicht ganz vorbei ist. Marlis Dürst: Auch ich gehöre nicht zu den Experten, aber es ist offensichtlich, dass das Risiko für Neuansteckungen zunimmt, je mehr Menschen man trifft. Es ist natürlich auch verständlich, dass die Leute sich gerne sehen und treffen möchten, aber meist kommen die Ansteckungen aus dem Umfeld der persönlichen Kontakte. Blicken Sie optimistisch in die nähere Zukunft? Oder trübt die Corona-Müdigkeit auch viele Hoffnungen? Edith Zuber: Die zunehmende Zahl an geimpften Personen, die vielen zur Verfügung stehenden Tests, der bevorstehende Sommer sowie die baldige Zulassung eines wirksamen Medikaments geben auf jeden Fall Hoffnung für die nähere Zukunft und für weitere Lockerungen im Alltag. Wichtig ist, dass sich jeder Einzelne weiterhin an die Schutzmassnahmen hält. Marlis Dürst: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Man glaubt noch immer an Besserung. Zudem gewöhnt man sich an Neues, Dinge, die vielleicht auch in Zukunft in unseren Alltag eingebettet werden könnten, wie beispielsweise die tägliche Hygiene. Das Positive ist, dass wir nie eingesperrt waren, und unser Gesundheitssystem funktioniert nach wie vor. Schimpfen bringt uns nicht viel weiter. Es geht nun darum, das Beste aus allem zu machen, sich anzupassen, und im Zuge dessen auch die eigene Kreativität zu fördern, um neue, innovative Ideen ins Leben zu rufen.

Gemeindezeitung Kurier