Aufrufe
vor 1 Woche

2020_42

  • Text
  • Oktober
  • Dietlikon
  • Telefon
  • Kurier
  • Wangen
  • Schilling
  • November
  • Schweizer
  • Kurt
  • Schweiz

2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 42 15.10.2020 Treffen am Freiwilligen-Award: Selina Moriggl, Kurt Schilling und Ruedi Wyder. (Fotos la/zvg). «Da ich keine Unsummen für Bilder ausgeben wollte, fing ich an zu malen», erzählt Schilling energisch. Schilling begann bei Alexander Jeanmaire, einem bedeutenden Maler mit Wohnsitz Zürich, Privatunterricht zu nehmen. Er besuchte Kurse für Spezialeffekte, die Akademie für zeitgenössische Kunst am Bodensee, die Kunstakademie Bad Reichenhall sowie die freie Kunstakademie in Augsburg. Erinnerung ans Erstlingswerk Der Maler erinnert sich: «Mein Erstlingswerk hat eine Geschichte. Ich stand vor einer weissen Leinwand. Mein Lehrmeister Alexander Jeanmaire sass hinter mir und wartete gespannt, was passiert. Während ich auf Anweisungen wartete, sagte Alexander nur: ‹Versuchen Sie, mit der Leinwand eine Einheit zu bilden›.» Überrascht von der Aussage rührte der angehende Künstler Acrylfarbe Farbintensiv: Kurt Schillings «Komposition in Blau». in Blau an. Er griff nach dem Pinsel und fing an, wild darauf los zu malen. Schilling wechselte auf Gelb und fing erneut an, wild zu gestikulieren. «Abschliessend bediente ich mich der Farbe schwarz. Als Kontrast. Nach 45 Minuten war mein Erstlingswerk geboren», berichtet Kurt Schilling stolz. «Ich male nicht nach Skizzen. Eher ist es der Kopf, der meine Hände leitet und sagt: Jetzt mach!». Eine weitere Besonderheit zeichnet Schilling aus: «Ich male einzig, wenn ich gut drauf bin. Klar habe ich ebenso Momente, in denen es mir nicht gut geht. Wenn ich mich dann an die Leinwand stellen würde, käme nichts Gutes heraus», weiss der Künstler zu berichten. Schilling bezeichnet sich als «positiven Egoisten». «Wenn es ihm gut gehe, spiegle sich das in seinen Bildern. Seine Technik bezeichnet der Autodidakt als «mehrschichtig». Nach der Grundierung trägt Schilling eine Spachtelmasse auf, die er trocknen lässt. «Dieser Aufbau verleiht dem Bild eine Tiefenschärfe. «Damit werden meine Bilder lebendig.» Auf die Frage, wann denn ein Bild fertig sei, antwortet Schilling: «Wenn ich zufrieden bin. Wann der Punkt der inneren Zufriedenheit einsetzt, ist schwer zu sagen. Ich übe mich ab und zu in Geduld. Bin konsequent.» Seine Lebenspartnerin sei seine «Förderin». «Sie rufe ich öfters ins Atelier und hole mir ihre Meinung ein. Ab und zu lasse ich mich überzeugen. Letzten Endes bin ich es, dem die Bilder gefallen müssen», äussert sich der Maler selbstkritisch. Der Kreidekreis schliesst sich Dass Kurt Schilling aus der Baubranche kommt, macht sich in seinen Bildern bemerkbar. Neben Kunstharz, Bitumen, Sand, Asche, Zement, Gips verwendet er Sägeund Marmormehl. «Im hinteren Maggiatal, in Val di Peccia, gibt es einen Marmorsteinbruch. Es ist der einzige in der Schweiz mit weissem Marmor. Als Junge nahm ich von dort bei jedem Besuch Steine mit. Durch all die Elemente, die ich zum Malen verwende, schliesst sich der Kreis zur Baubranche. Dort komme ich her», schwelgt Schilling in Erinnerungen. Seine Inspirationen holt sich der Künstler aus der Natur. Als Naturmensch beobachte Schilling seine Umwelt. «Wenn ich die Lust auf ein Mohnfeld habe, male ich es eben abstrakt», gibt der belesene und weit gereiste Mann einen Einblick in sein Schaffen. Stolz ist Schilling auf die Gestaltung der «Freiwilligen Awards 2019»-Trophäen. Im Europäischen Freiwilligen Jahr 2011 wurden freiwillig Tätige in Wangen-Brüttisellen erstmals geehrt. Seit dem Frühjahr 2014 verleiht die Gemeinde Freiwilligen Awards. Ausgezeichnet werden Personen, die sich durch ihre Freiwilligenarbeit in der Gemeinde Wangen-Brüttisellen hervorgetan haben. Neben dem «Freiwilligen Award» gibt es ebenso einen Preis für das Lebenswerk. Überraschendes Feuerwerk «Es ist mir eine grosse Ehre, dass mich die Gemeinde damit beauftragt hat, die beiden Preise für das Jahr 2019 zu gestalten», strahlt er. Angesprochen über eine Auszeichnung für sein eigenes Lebenswerk, gibt sich Kurt Schilling bescheiden: «Brauchen tue ich keine. Wenn, wäre ein Bild, das ein Feuerwerk zeigt, schön. Das ist ein Sinnbild für überraschende Momente. Ich bin ja auch immer für eine Überraschung gut. Somit trifft es den Nagel auf den Kopf.» Nach dem «Tag der offenen Tür», an dem der Künstler vor kurzem seine Werke präsentieren konnte, sei das «Eventjahr 2020» für ihn gelaufen. «Um eine Ausstellung auf die Beine zu stellen, braucht es bis zu einem Jahr Vorlauf.» Er konzentriere sich bereits auf das kommende Jahr und wolle zwei bis drei Ausstellungen durchführen. Mehr zum Künstler: www.schillingart.ch

Kurier Nr. 42 15.10.2020 Dorfspiegel Wangen-Brüttisellen 3 Stellenabbau in Brüttisellen In der Krise 120 Stellen fallen weg: Coca Cola reagiert auf die Auswirkungen der Corona-Krise und passt sich einem veränderten Markt an. Leo Niessner Die Medienmitteilung, die letzte Woche kurz nach Redaktionsschluss des Kuriers eintraf, machte schweizweit Schlagzeilen: Der Getränkekonzern Coca Cola baut in der Schweiz bis zu 120 Stellen ab. Betroffen sei besonders der Hauptsitz in Brüttisellen, hiess es. Das bedeutet, dass rund jede fünfte Stelle in der Schweiz eingespart wird. Laut der Coca Cola HBC Schweiz stehen die Reduktionen in direktem Zusammenhang mit der Corona- Pandemie. Sie habe auch vor dem Getränkemarkt keinen Halt gemacht. Im Gegenteil, durch die Krise sei er vor grosse Herausforderungen gestellt worden. Dadurch sei die bereits aufgegleiste Transformation beschleunigt worden. Was das genau heisst, lässt der Konzern offen. Auch will er Konzern nicht bekannt geben, wieviele Stellen effektiv in Brüttisellen abgebaut werden. Laut dem Regionaljournal von Radio «SRF» vom 8. Oktober werden in der Gemeinde vier Produktionslinien hergestellt, neben Coca Cola auch Fanta und Sprite. Auch auf die Nachfrage von «SRF» mochte sich vom Konzern niemand zu den genauen Zahlen äussern. Als Grund dafür wurde genannt, dass Konsultationsvefahren laufen, sprich Gespräche mit den Gewerkschaften. «Strukturelle Anpassungen» Wie das Portal «toponline.ch» berichtet, solle der Stellenabbau in der Schweiz sozial verträglich ausgestaltet werden. Im Fokus würden strukturelle Anpassungen am sowie bei nicht profitablen Bereichen des Unternehmens stehen. Um eine Schieflage abzuwenden, streicht Coca Cola Stellen. Ein Bekenntnis zum Produktionsstandort Schweiz und zum Sitz in Brüttisellen sei dennoch zu sehen. Radio «SRF» meldete, dass Coca Cola sogar vorsehe, zu investieren, um ihre Vormachtstellung im Schweizer Getränkemarkt auszubauen. Laut der Medienmitteilung habe man zuerst aber alle Aktivitäten sorgfältig analysiert, mit dem Ziel, wettbewerbsfähig zu bleiben. Warum ist der Schweizer Markt wichtig? Eine Marktanalyse zeigt, dass ungefähr 80 Prozent der hierzulande verkauften Produkte auch in der Schweiz produziert werden. Doch der Getränkemarkt verändert sich. Der Wettbewerb spitzt sich zu. Das hat Auswirkungen auf Umsatz und Verkaufsvolumen – ein Druck, den auch das Unternehmen spürt. Gleichzeitig gewinnen neue Absatzwege an Bedeutung, abseits des Gross- und Detailhandels. Ein wachsendes Segment sind vor allem die Online-Kunden, die den Verkauf übers Internet rasant ankurbeln. Und so plant Coca Cola mit Blick auf das Online-Geschäft, auch hier Anpassungen vorzunehmen. Der Kurier informiert in einer der nächsten Nummern weiter über die geplanten Massnahmen und ihre Auswirkungen. Dorf Garage AG, Brüttisellen Reifenwechsel bis Ende Nov. 2020 5% Rabatt ● Reparaturen aller Marken ● Spezialist für Ford ● Servicearbeiten ● Reifenwechsel ● Einlagerung von Rädern ● Vorführen / MFK ● Abgaswartung ● Frontscheiben ersetzen ● Professionelle Reinigung ● (innen und aussen) Dorfstrasse 12 Mo – Fr 07.30–11.45 Uhr Samstag 8306 Brüttisellen 13.15–17.30 Uhr 9.00–12.00 Uhr Tel. 044 833 53 50 ● dorfgarage-bruettisellen@bluewin.ch Inserat ausschneiden und mibringen! Stellenangebot Wir suchen Verstärkung für unser Team Schreiner/in für Service Benz und Schreinerei Montage Eintritt ab sofort 8305 Dietlikon Telefon 044 833 09 47 Unsere kleine und innovative Schreinerei führt www.benz-schreinerei.ch bei unseren anspruchsvollen Kunden Schreinerarbeiten und Reparaturen aus. Voraussetzungen: • abgeschlossene Schreinerlehre EFZ mit Montage-Erfahrung • gepflegtes Auftreten • gewohnt selbstständig zu arbeiten Weitere Informationen unter: www.benz-schreinerei.ch KÜCHEN TÜREN FENSTER SCHRÄNKE MÖBEL REPARATURE

Gemeindezeitung Kurier