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2019_06

6 Dorfspiegel Dietlikon

6 Dorfspiegel Dietlikon 3. Sekundarklassen organisieren im Rahmen des Projektunterrichts einen «Snowball» Grosses Schulhausfest als Endprodukt der Gruppenprojekte «Snowball»: Das Oberstufenschulhaus Hüenerweid wurde winterlich dekoriert. (Fotos yz) Obwohl draussen keine weisse kalte Schneemasse lag, war der Ball des Oberstufenschulhauses Hüenerweid trotzdem danach benannt: Man begab sich auf einen «Snowball». Im Projektunterricht wurde dieser klassenübergreifend in verschiedenen Gruppen seit den Herbstferien vorbereitet. Yvonne Zwygart Während vier Stunden wurde am vergangenen Freitagabend im «Hüeni» gefestet, geschlemmt, gespielt, gechillt, enjoyed, gedanced und sich vielerlei Dingen mehr hingegeben. Unter der Leitung der Lehrpersonen für den Projektunterricht Fabienne Meier, Judith Diethelm, Amina Guggenbühl, Erich Maggioni und Doris Utzinger entstanden in den letzten drei Monaten all die Ideen für dieses Fest. «Jeder Dritt-Sekler sollte in einer Gruppe etwas zu diesem Fest beitragen. Diese Gruppenprojekte sind Teil des Projektunterrichts und in diesem Schuljahr war zum ersten Mal die Organisation dieses Winterballs das vorgegebene Endprodukt», sagt Fabienne Meier dazu. In verschiedenen Gruppen wurde so die gesamte Organisation dieses grossen Festes übernommen. Die Schüler mussten im Vorfeld ihr Vorhaben detailliert planen und innerhalb der vorgegebenen zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen umsetzen – eine Kompetenz fürs Leben! Das winterlich dekorierte Schulhaus als «Ballroom» In mehreren Teams wurde das gesamte Schulhaus dekoriert. Es hingen Schneebällchen aus Watte von der Decke und standen mannsgrosse aus Trinkbechern gebastelte Schneemänner im Schulhausgang. Für die winterliche Atmosphäre wurden Girlanden und Lichterketten drapiert, hunderte von Scherenschnitten in Form von Schneeflocken aufgehängt, Schneesterne an die Fenster gesprüht und Tannenbäume aufgestellt. Wiederum andere Schüler stellten unter der Leitung von Judith Diethelm das Kulinarium her. Aus den unteren Gefilden des Schulhauses, in denen sich die Schulküchen befinden, duftete es verlockend nach leckerem Fingerfood wie Fajitas, Fleischbällchen, Flammkuchen und Toast Hawaii. Am Dessert-Buffet erhielt man feine Cake-Pops, Donuts, Waffeln mit Toppings, Brownies, Kuchen und Zuckerwatte. An zwei Bars wurden Smoothies oder heisse, natürlich alkoholfreie, Drinks ausgeschenkt. Sämtliche Handys blieben an diesem Abend unsichtbar in den Jackentaschen. Um den Schülern in den ersten und zweiten Klassen einen Einblick zu geben, was am Snowball auf sie zukommt, hatte jede Gruppe einen Infofilm gedreht, der in der Woche vor dem Ball gezeigt worden war. Dem Thema entsprechende festliche Kleidung war gewünscht Wer das Gefühl hatte, er oder sie könne sich mit zerrissenen Hosen lässig und cool auf den Ball begeben, lag falsch: Die Schüler der dritten Sekundarstufe wünschten einen eleganten Dresscode. So einige Girls haben sich daher für den Ball extra ein Kleid und High Heels gekauft. Auch die Jungs kamen stylisch daher, einige sogar im Smoking. Damit erhielt man dann unter anderem Einlass ins «Casino». Als Gewinne gab es keine grossen pekuniären Summen einzustreichen, dafür aber gaumenschmeichelnde Süssigkeiten. Kulinarische Genüsse durften bei «Snowball» nicht fehlen. Aber auch Liebhaber von Glücksspielen kamen auf ihre Kosten.

Kurier Nr. 6 7.2.2019 Dorfspiegel Dietlikon 7 Die Schüler haben sogar einen echten Casinotisch auftreiben können und auch ein Roulettetisch samt Kugeln war vorhanden. Im Singsaal war eine Disco mit Discokugel, LED-Ballonen, grossen Boxen und allem, was eine Disco haben muss, eingerichtet, zu der die Schüler vorab Wunschlieder angeben konnten. Und als weiteres Highlight wurde der «Schneeballkönig» und die «Schneeballkönigin» gewählt, die so einigen Kriterien standhalten und sich vorab zur Wahl stellen mussten. Eine Fotobox für Selfies mit aufwändig verzierten Masken und die immer sehr beliebte Fotowand waren ebenfalls im Angebot und wurden rege genutzt. Für den «downchillenden» Aufenthalt zwischen den Aktivitäten standen ein «Escape Room» und zwei «Chill Lounges», eine davon mit an die Wand projiziertem Feuerchen, zur Verfügung. Als kleines Geschenk der Schule erhielt jeder Schüler einen persönlichen Gutschein mit einem Guthaben von fünf Franken. Dies scheint nicht viel Geld zu sein für einen ganzen Abend, aber die Preise waren bewusst schülerfreundlich gehalten. Den Gutschein dafür hat das OK- Team inklusive Einladung und Gästeliste selbst hergestellt. «Die Stimmung am Abend war fröhlich und entspannt», sagte eine Schülerin der zweiten Sekundarklasse, nach ihrem Stimmungseindruck befragt. Auch die Lehrerschaft war zufrieden. «Viele Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen haben sich sehr ins Zeug gelegt und haben es geschafft, einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Abend zu gestalten», sagte Erich Maggioni. Alles in allem war der «Snowball» also ein gelungener Abend, der aus Sicht von einigen Schülern leider viel zu schnell vorbei gegangen ist.

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