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2018_49

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2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 49 7.12.2018 Naturschauspiel vor dem Küchenfenster in Dietlikon: Die Stare sind da. (Foto Pidu Peyer) Im Sonnenlicht glänzt sein Federkleid wie eine herrlich geschmückte Robe. Auf dem Rücken goldgelb weissliche Punkte auf dunkelgrünem Grund. Viele weisse Punkte auf grünlichem Grund am Bauch. Die Federn sind dunkelgrün und goldgelb umrandet. Ein Muster mit Punkten zieht sich auch über seinen Kopf mit dem spitzen Schnabel. Der Star – ein Imitator Seine Fähigkeit, andere Vogelarten zu imitieren, ist bei ihm sehr ausgeprägt. Ist ein ganzer Schwarm im Baum, so hört man ein grosses Spektrum an verschiedenen Vogelstimmen. Zwitschern, Knacken und murmelnde Stimmen werden mit ansteigenden Pfeifflauten vermischt und geben einem den Eindruck, dass es diesen Vögeln überaus wohl sein muss – wohl genau so, wie wir es im Volksmund mit der Bezeichnung «vögeliwohl» ausdrücken. Der Rote Hartriegel direkt vor der Hausfassade spielt den für die Vögel magnetischen Anziehungspunkt. Selten fliegen sie ihn direkt an. Vielmehr machen sie zuerst einen Halt auf der grossen Föhre. Dort sammeln sie sich und fliegen manchmal alle wie auf ein Kommando miteinander in den Hartriegel. Ich muss mich vorsichtig auf den Balkon bewegen, denn alle verdächtigen Bewegungen verscheuchen die Vögel mit einem Schlag. Gelingt die Annäherung aber und sie fühlen sich nicht bedroht, kann man sie beim Fressen der kleinen und kugeligen Früchte des Hartriegels beobachten. Beim Fressen sind sie lautlos und wenn sie wegfliegen ebenfalls. Ihr lautloses Flattern erinnert mich an die Fledermäuse. Wenn die relativ schweren Vögel auf dem Hartriegel herumturnen, wird es für die anderen Kollegen zur künstlerischen Darbietung. Es gilt beim Fressen und beim Geschaukel den Halt nicht zu verlieren. Der Bestand ist zurückgegangen Livio Rey, Öffentlichkeitsbeauftragter der Vogelwarte Sempach, bestätigt, dass sich meine Beobachtungen über das Ausbleiben des Vogelgezwitschers bewahrheiten und dass der Bestand der Vögel in landwirtschaftlich genutzten Gebieten spürbar zurückgegangen ist. Wenn – wie bei uns – rund ums Haus noch Rodungen von Bäumen und Büschen dazukommen, sowieso. Ihm ist es jedoch gelungen mich zu beruhigen, indem er erwähnt, dass sich die Wälder in der Schweiz in einem sehr guten Zustand befänden und dass sie vielen Vogelarten als Rückzugsgebiet dienen. Summa summarum liessen sich aber Befürchtungen über das Aussterben vieler Vögel in der Schweiz in der Gesamtheit so nicht allgemein bestätigen. Was aber nicht bedeute, dass vereinzelte Vogelarten – die wir aber in unseren Kuriergemeinden ohnehin nicht sehen würden – wirklich in Gefahr seien. Regional gäbe es grosse Unterschiede. Die Beobachtungen, wie ich sie hier mache, könnten nicht verallgemeinert werden. Aber noch einmal, die Landwirtschaft und der Umgang mit Bäumen, Büschen und Hecken in meiner nächsten Umgebung sind für die Vogelwelt ganz sicher nicht förderlich. Elster bedroht die anderen Vögel nicht Auf meine Frage bezüglich der vielen Elstern beruhigt mich Livio Rey und sagt, dass die Elster nicht als Bedrohung für andere Vogelarten gilt. Selbst wenn sie Nester ausrauben würde, weil sie Nahrung für ihre Jungen bräuchten, hätten die geschädigten Vogeleltern mit einer Zweitbrut eine weitere Chance. Wer sich Gedanken macht und sich wünscht, seine Umgebung oder seinen Garten vogelfreundlich zu gestalten und damit ähnliche Beobachtungen zu machen wie in diesem Beispiel mit den Staren, der kann sich bei der Vogelwarte Sempach umfassend orientieren. So gibt es unter anderem eine Rubrik «Der vogelfreundliche Garten». Im Kurier 43 appelliert «Raum, Umwelt + Verkehr» zur Schaffung gemischter Hecken und zur Eliminierung der Kirschloorbeerhecken, eine sinnvolle Forderung. Dass die Stare mir während sieben Tagen soviel Freude bereitet haben, ist einzig den Bäumen zu verdanken, die es hier noch gibt. Die beiden grossen Bäume im Breitächer, die Föhre als Ort der Sammlung und Erholung und der Hartriegel als Futterquelle. Das waren spannende sieben Tage und ich hoffe auf weitere schöne Naturbeobachtungen.

Kurier Nr. 49 7.12.2018 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen 3 Wege beim Bahnhof Dietlikon werden neu definiert Dietlikon kann noch Einfluss nehmen auf die SBB-Planung Vor den Versammlungen der politischen Gemeinde und der Schulgemeinde lud die Gemeinde Dietlikon zu einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand zum Thema Masterplan Zentrum Mitte ein. Es ging dabei vor allem um die Planung der SBB für das vierte Gleis und die Erschliessung des Bahnhofs. Sibylle Ratz Gemeinderat Philipp Flach informierte am Montagabend zusammen mit der zuständigen SBB-Projektleiterin und Bauingenieurin Katja Nahler vorwiegend über den aktuellen Stand bei den Planungen der SBB für das vierte Gleis und die dadurch nötigen Anpassungen beim Bahnhof Dietlikon. Seit anfangs Mai ist ein Steuerungsausschuss der Gemeinde mit der Masterplanung Zentrum Mitte beauftragt. Dabei wird von der Gemeinde auch ein grösserer Perimeter bezüglich Gebietsentwicklung und Verbindungen zwischen Unterund Oberdorf unter die Lupe genommen. Steigende Frequenzen im Bahnverkehr Katja Nahler berichtete über die Planungsarbeiten der SBB. Bereits heute verkehren täglich über 100000 Personen in 550 Zügen zwischen Zürich und Winterthur. Ab 2019 werden es 670 Züge sein. Damit sind die Kapazitätsgrenzen erreicht. Es fehlt eine durchgehende Doppelspurstrecke. Diese Lücke soll mit dem Bau des Brüttener Tunnels und unter anderem mit dem vierten Gleis beim Bahnhof Dietlikon geschlossen werden. Das Gesamtprojekt ist mit 2,3 Mia. Franken budgetiert, wobei Abweichungen von plus minus 30 Prozent möglich sind. Vorbehältlich einem positiven Parlamentsbeschluss ist die öffentliche Planauflage auf Herbst 2022 vorgesehen und der Baubeginn auf Herbst 2025. Inbetriebnahme soll Ende 2033 sein. Neu werden in Dietlikon zwei Mittelperrons mit insgesamt vier Perronkanten geplant. Es wird keinen eigentlichen «Hausperron» mehr geben. Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt entweder über eine Passerelle oder über eine neue, breitere Personenunterführung Mitte. Die Fussgängerunterführung Nord Richtung Faisswiesen fällt gemäss der Planung der SBB aus Sicherheitsgründen weg. Zudem ist die Verlegung des «Bahnbrügglis» auf Höhe Glärnischstrasse geplant. Denn an der heutigen Stelle der Passerelle wäre auf den neuen Mittelperrons nicht genügend Platz für die Treppenabgänge vorhanden. Wie heute wird die zukünftige Passerelle nicht als Veloweg gedacht. Bestehende Infrastrukturangebote wie Tickets, Velostellplätze und Parkplätze beim Bahnhof sollen erhalten bleiben, wenn auch noch nicht klar ist in welcher Form. Als Ersatz für den Bahnübergang ist eine Unterquerung zum Areal Faisswiesen geplant. Alle Erschliessungswege werden behindertengerecht ausgelegt. Einflussmöglichkeiten jetzt wahrnehmen Laut Gemeinderat Philipp Flach soll das Zentrum Mitte Dietlikon ein attraktiver und wichtiger Ort für Dietlikon und die Region sein. Dazu braucht es ein gemeinsames, breit abgestütztes Zielbild, welches mit dem Steuerungsausschuss Masterplan Zentrum Mitte ausgearbeitet wird. Das Projekt Brüttenertunnel und die bahntechnisch bedingten Anpassungen am Bahnhof Dietlikon sind gesetzt. Bis Ende 2018 kann die Gemeinde aber noch Optimierungswünsche ins SBB-Projekt einbringen, was Gemeinderat Philipp Flach und Katja Nahler von den SBB informierten vor der Gemeindeversammlung über den aktuellen Planungsstand. (Foto sr) sie auch tun wird. Allerdings müssten die Wünsche für die Gemeinde auch finanzierbar sein. Das Basis- Projekt SBB läuft über deren Etat. Zusatzwünsche über das Gemeindebudget. Grosse Herausforderungen In einem Zielsystem des Steuerungsausschusses wurden folgende Themen identifiziert: gute Wegverbindungen, leistungsfähige Drehscheibe für den öffentlichen Verkehr, eine Quartierentwicklung mit Qualitäten, störende Auswirkungen auf die Gemeinde vermeiden, Finanzierung für Dietlikon machbar. Aufgrund der Platzverhältnisse stehen die Beteiligten vor grossen Herausforderungen. Die Ziele und die Anforderungen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer stehen im Konflikt zueinander. Bereits deponiert hat die Gemeinde bei den SBB die Forderung nach einer Vergrösserung der Unterquerung Faisswiesen, damit diese auch von Bussen genutzt werden kann, und verschiedene Verbesserungen für den Veloverkehr. An der Informationsveranstaltung zu reden gab insbesondere die geplante Verschiebung der Fussgängerunterführung Nord in Richtung Faisswiesen. Als Ersatz ist für die Fussgänger ein neuer Bahnweg geplant, der die verbreiterte Personenunterführung Mitte mit dem Parkplatz Faisswiesen verbinden und so die Umsteigemöglichkeiten auf Busse sicherstellen wird. Bis Ende Jahr kann der Gemeinderat noch Verbesserungsvorschläge einbringen, was er laut Philipp Flach auch tun wird. Insbesondere verlangt die Gemeinde Nachbesserungen im Bereich Langsamverkehr. Varianten wie eine Tieferlegung des Bahnhofs, eine Überdachung oder eine Erschliessung via Hofwiesenstrasse wurden zwar geprüft, aber aus den verschiedensten Gründen, insbesondere Finanzierbarkeit, Sicherheits- und Lärmüberlegungen, von der Gemeinde wieder verworfen. Im Frühling will die Gemeinde über die Konkretisierung der Planung wieder informieren. Der letzte Kurier in diesem Jahr erscheint am Freitag, 21. Dezember als Doppelnummer 51 / 52 Der erste Kurier im 2019 erscheint am Donnerstag, 10. Januar als Doppelnummer 1 / 2 Gemeindeversammlung Wangen-Brüttisellen Steuerfuss bleibt bei 98 Prozent An der Gemeindeversammlung vom letzten Dienstagabend im Gsellhof sagten die 84 Stimmbürger Ja zum Budget 2019 und zu einem Steuerfuss von 98 Prozent. Ein Antrag über eine Senkung des Steuerfusses um 2 Prozent hatte keine Chance. Damit bleibt er Im Notfall überall. gleich wie im Vorjahr. Für die Planjahre 2020 bis 2022 rechnet der Gemeinderat mit einem gleichbleibenden Steuerfuss. Durch seine Anfrage nach Paragraph 17 erfuhr Fredi Staub mehr über die Honorare der Firma Swissplan.ch und dem Büro Lehmann. Bericht folgt. (bf) Jetzt Gönner werden: www.rega.ch

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