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2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon Kurier Nr. 43 26.10.2018 Kurt Schreiber, Präsident der Baukommission, bei seiner Ansprache im Rahmen des Spatenstichs. Am Montag sind die Bagger aufgefahren. (Fotos mg) 2015 hatte die GV einen Projektierungskredit für die Erweiterung und Sanierung des 1990 eröffneten Alterszentrums (AZ) Hofwiesen mit Pflegeabteilung gutgeheissen. Da aber inzwischen das Alters- und Pflegezentrum Wägelwiesen, Wallisellen und das Pflegezentrum Rotacher, Dietlikon ihre Bettenkapazitäten erhöht hatten, sah man nur noch interne Umbauten vor. Wegfallende Räume sollen im geplanten Neubau Platz finden. Mit dem Nägelihof will Dietlikon das Angebot an preisgünstigen Alterswohnungen im Dorfzentrum erweitern. Es soll hier ein eigentliches Kompetenzzentrum für Alter und Gesundheit mit einem attraktiven, niveaufreien Zugang zu den Serviceangeboten des AZ entstehen. Begehrte altersgerechte Wohnungen Der fünfgeschossige Bau mit 22 1½- bis 3½-Wohnungen wird einen ähnlichen Standard wie Bau I an der Hofwiesenstrasse bieten. Im Erdgeschoss soll die bisher im Bertea-Treff eingemietete Organisation Spitex Glattal Platz finden. Die geplanten Säle dienen sowohl dem AZ als auch der öffentlichen Nutzung. Für die Mieter der Alterswohnungen und die Besucher der Spitex gibt es in der Tiefgarage 32 Abstellplätze, für Besucher weitere Mit dem Nägelihof will Dietlikon das Angebot an preisgünstigen Alterswohnungen im Dorfzentrum erweitern. Parkplätze im Freien. Ursprünglich war ein zweiter Alterswohnungskomplex auf der ruhigen grünen Wiese südlich von Bau I vorgesehen. Aber der künftige Standort ist dem Dorfzentrum mit seinen Einkaufs- und Kulturmöglichkeiten sowie der Busstation näher, und die Mehrheit der Wohnungen schaut nicht auf die relativ viel befahrene Bahnhofstrasse. Der Spatenstich Kurt Schreiber, Präsident der Baukommission, begrüsste die rund hundert anwesenden Gäste und lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten während der Planungsphase. Mit Blick auf den jetzt abgerüsteten, noch keine zehn Jahre alten und mit viel Liebe gestalteten Parkgarten vor dem AZ versprach Schreiber, auf der gegenwärtigen Wüste werde bald Neues entstehen. «Etliche Bäume sind ausgegraben und verpflanzt worden. Und der von den beiden AZ-Trägergemeinden Dietlikon und Wangen- Brüttisellen gestiftete runde Brunnen wird auf dem neu gestalteten Platz wieder einen Ort finden.» Der Nägelihof wird übrigens dank Erdwärme und Photovoltaik ein Minergiebau. Gemeindepräsidentin Edith Zuber würdigte die private Initiative und konstruktive Mitarbeit der Stiftung Hofwiesen. Mit dem Sprichwort «Bevor du ein Haus baust, suche dir die Nachbarn aus!» verwies sie auf die Schule und die Gemeindebibliothek gegenüber, auf das Gemeindehaus und die Polizeistation im Süden und das Alterszentrum im Osten und Norden. «Neben einer gewissen Wehmut über den Verlust an Gewohntem freuen wir uns jetzt auf den Neustart.» Ein kleiner Apéro mit köstlichen Flammkuchen beschloss die obligate Spatenstichzeremonie. Bereits am Montag haben die Bagger die Tiefbauarbeiten aufgenommen. Wenn alles läuft wie geplant, kann der neue Nägelihof im Frühling/Sommer 2020 bezogen werden. – Auch der Kurier wünscht gutes Gelingen. Gäste am Spatenstich: Viele mögen sich noch gut an den alten Nägelihof (rechts) erinnern, der abgerissen wurde.

Kurier Nr. 43 26.10.2018 Dorfspiegel Dietlikon 3 Media Markt Dietlikon setzt neues Ladenkonzept um Mit mehr Erlebnis will Media Markt mehr Umsatz Media Markt Schweiz hat seine Filiale in Dietlikon in einen neuen Flagship-Store – also einen Vorzeigebetrieb – umgewandelt. Der Elektrofachmarkt kämpft neu mit Erlebnisinseln um mehr Kundschaft und letztlich um mehr Umsatz. Sibylle Ratz Mitten im Geschäft werden Haare frisiert, ein DJ legt Musik auf, es wird live gekocht. Ausserdem können diverse Computerspiele und Virtual-Reality-Games (VR) ausprobiert werden. So geht es seit wenigen Tagen zu und her im Media Markt Dietlikon. Neun «Erlebnis- Inseln» sollen die Kundenbindung erhöhen. In Zeiten, in denen ein grosser Teil des Umsatzes sich auf die Online-Kanäle verlagert, will Media Markt mit diesem Konzept die Kunden wieder vermehrt in den stationären Handel locken. Kunde soll im Zentrum sein Martin Rusterholz von Media Markt Schweiz äusserte sich vor der Eröffnung: «Wir wollen Mensch und Technologie zusammenbringen. Der Kunde soll auf jedem Kanal eine Lösung für sein Problem bekommen, egal ob online oder im Laden.» Im neu gestalteten Geschäft gibt es einen Beauty Corner für Männer und Frauen, eine Kinderecke, einen Kochbereich, eine Kaffeetheke mit Sitzgelegenheiten, Platz für Kurse im Shop, Gaming Areas und eine «Service und Solutions Smartbar». Media Markt verspricht, dass sie an der Smartbar Geräte wie zum Beispiel Handys, auch in anderen Geschäften gekaufte, wenn möglich sofort vor Ort und ohne lange Wartezeiten repariert. Und wenn man dann doch einmal ein wenig warten muss, kann der Kunde sich im Laden umschauen und die Erlebniszonen testen. Geplant sind Kundenworkshops, Gruppenkurse oder auch Einzelkurse direkt mit den Fachberatern oder Promotoren im Markt beispielsweise zu Fotografie, Handy und andere Gadgets. Vorzeigeshop Dietlikon Der Media Markt in Dietlikon verfügt schweizweit über die grösste Ladenfläche des Anbieters. «Der Kunde soll sich im Laden Inspiration holen können. Klar ist das Konzept bei unseren kleineren Fachmärkten nicht gleich umsetzbar. Dort ist für uns nach wie vor wichtigstes Argument für den stationären Laden, dass man die Dinge, die man möchte, auch gleich mitnehmen kann und nicht darauf warten muss. Und natürlich die Haptik, dass man auch 1 zu 1 ausprobieren kann, wie ein Gerät in der Hand liegt.» Media Markt hat aber mittlerweile auch das Online-Angebot auf- und ausgebaut, welches er lange Zeit Martin Rusterholz, CEO Media Markt Schweiz (sitzend) und Marco Frischknecht, Geschäftsführer Media Markt Dietlikon freuen sich über den neugestalteten Laden. (Foto sr) anderen Händlern kampflos überlassen hatte. Mit den Erlebnisinseln sollen die Kunden animiert werden, Artikel zu testen. Es sollen in Zukunft aber auch Shows, Kurse und Unterhaltung im Laden geboten werden. Die Margen sind in den letzten Jahren immer mehr unter Druck gekommen. Dem will Media Markt jetzt mit mehr Service entgegenhalten. Gaming Zone unter Kontrolle Die drei Hightech-VR-Kabinen sind einzigartig in der Schweiz in einem Ladengeschäft. Zu Beginn werden sie noch gratis, aber auch nur eine gewisse Zeit benutzt werden können. Dazu muss man sich aber beim Verkäufer melden. Und auch bei den PC-Spielen will man ein Auge darauf haben, dass nicht einzelne Spieler allzulange die Konsolen besetzen. Man sei aber damit so eingerichtet, dass sogar Show-Wettkämpfe möglich sind. Reaktionen sind unterschiedlich Kurz nach Bekanntgabe der Neuerungen fielen die Reaktionen auf den verschiedenen Foren von Zeitungen wie zum Beispiel 20 Minuten sehr unterschiedlich aus, von freudig bis verärgert. Während sich einige über den bisher – laut den Kommentarschreibern – nicht wirklich überzeugenden Service und mangelndes Wissen der Verkäufer ausliessen, freuten sich die anderen über die neuen Gaming-Zonen. Martin Rusterholz sagte: «Ich selbst bin nicht happy mit dem neuen Konzept, ich bin begeistert.» Es sei aber auch so, dass man vieles ausprobiere und teste. In jedem Fall war der Umbau, der mehrere Hunderttausend Franken gekostet hat, im laufenden Betrieb eine Herausforderung für Marco Frischknecht, Geschäftsleiter in Dietlikon, und seine Mitarbeitenden: «Es waren fünf anstrengende Wochen, aber jetzt freuen wir uns auf die neuen Möglichkeiten.» Nebst der räumlichen Umgestaltung will Media Markt weiterhin auch in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investieren. Es wird sich zeigen, welche Neuerungen von den Kunden in Zukunft angenommen werden und sich auch rentieren.

Gemeindezeitung Kurier