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2018_43

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16 Kurier Nr.

16 Kurier Nr. 43 26.10.2018 Kampf gegen invasive Neophyten Nein zu Kirschlorbeer Gebietsfremde Pflanzen, die sich hier unkontrolliert ausbreiten und unsere einheimische Vegetation verdrängen, sind ein grosses Problem. Dazu gehört auch der weitverbreitete und beliebte Kirschlorbeer. Im Kampf gegen den Kirschlorbeer ist die Gemeinde auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Invasive Neophyten sind gebietsfremde, also nach der Entdeckung Amerikas 1492 beabsichtigt oder unbeabsichtigt nach Europa eingeführte Pflanzen, die sich auf Kosten unserer einheimischen Arten effizient ausbreiten. Sie sind nur sehr schwer unter Kontrolle zu bringen und verursachen in zunehmendem Masse naturschützerische, gesundheitliche oder wirtschaftliche Schäden. Dazu gehört auch der weitverbreitete und beliebte Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus). Die Heimat des Kirschlorbeers liegt in Kleinasien. Der immergrüne Strauch ist jedoch auch bei uns eine Farbenfroh: Eine gemischte Hecke aus einheimischen Pflanzen bildet die Lebensgrundlage für unsere Tierwelt. Öde: Eine langweilige Kirschlorbeerhecke hat keinerlei ökologischen Wert und schadet unserer Natur. beliebte Zierpflanze, die häufig in Gärten und Parkanlagen anzutreffen ist. Er ist schnellwüchsig, immergrün, blickdicht und daher beliebt als Hecke ums Haus. In der Türkei wird die Art auch als Nutzpflanze angebaut: Das Fruchtfleisch wird zu Trockenfrüchten oder Marmelade verarbeitet. Bei uns werden die glänzend schwarzen Früchte von vereinzelten Vogelarten gefressen. Auf diese Weise werden die Samen verbreitet. In der freien Natur siedelt sich der Kirschlorbeer im Unterwuchs von Wäldern und an Waldrändern an und breitet sich dort, auf Kosten unserer einheimischen Pflanzen, explosionsartig aus. Er verdrängt mit seinem dichten Blätterwerk jeglichen Unterwuchs und behindert im Wald die natürliche Verjüngung. Mit den Folgen, dass es für eine ganze Reihe von Tieren keine Nahrung mehr gibt, weil die arttypischen Nahrungsquellen fehlen und unsere Förster grosse Aufwände in die Bekämpfung von Kirschlorbeer stecken müssen. Sensibles Gleichgewicht Im Verlauf von vielen Jahrtausenden hat sich an jedem Standort eine Pflanzenwelt entwickelt, die sich genau an die von der Natur vorgegeben Bedingungen angepasst hat und damit die Lebensgrundlage für eine vielfältige Tierwelt bildet. Pflanzen und Tiere haben sich zu Lebensgemeinschaften zusammengetan. Jede Tierart beansprucht eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Nische in der Pflanzendecke. Einzelne Pflanzenarten sind oft mit Dutzenden von Tierarten verknüpft oder eine Tierart ist von einer ganz bestimmten Pflanzenart abhängig. Unsere heimische Schmetterlings-, Hummelund Wildbienenfauna liefert unzählige Beispiele für diese grossartige «Schicksalsgemeinschaft». Neu bei uns eingebrachte, gebietsfremde Pflanzenarten stehen zumeist ausserhalb dieser vielfältigen Beziehungsnetze. Bei den wenigen Tierarten, die von ihnen profitieren können, handelt es sich vorwiegend um häufige «Allerweltsarten». Genauso ist es auch mit dem Kirschlorbeer. Nur einige wenige Vogelarten können sich von den Früchten des Kirschlorbeers ernähren, während einheimische Pflanzen an ihrer Stelle all unsere Vögel durch den Winter bringen. Gemischte Hecken statt eintöniger Kirschlorbeer Naturnah und für Vögel ein Paradies sind hingegen gemischte blühende Hecken, für die es viele einheimische Sorten gibt. Solche Büsche sind eine Freude fürs Auge, weil sie sich das Jahr über verändern, von den Blüten zu den Beeren und zu buntem Herbstlaub. Vor allem aber bieten sie den Vögeln nebst Nahrung auch gute Verstecke und Nistplätze. Und die Vielfalt der Insekten nimmt in einer gemischten Hecke ebenfalls zu, wodurch die Vögel wieder mehr Nahrung finden. Wer Platz für eine grosse Hecke hat, für den sollten Haselsträucher, Holunder, Pfaffenhütchen und Schneebälle (Viburnum lanata und Viburnum opulus) ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Wer nur wenig Platz hat, braucht Heckenpflanzen, die sich zurechtstutzen und gut in Form schneiden lassen, wie Eiben, Alpenjohannisbeeren und Berberitzen. In der Vogelschutzhecke finden neben Vögeln noch mehr heimische Tiere einen Lebensraum. Zwischen den Blättern leben zahlreiche Insektenarten mit ihren Larven, die wiederum den Vögeln zu gute kommen. Vom Herbst bis in den Winter ernähren sich zudem kleine Säugetiere wie z.B. Eichhörnchen, Igel oder Siebenschläfer von den vielen Wildfrüchten. Verzichten Sie auf Kirschlorbeer Bund, Kantone und Gemeinden bekämpfen invasive Neophyten mit grossem Aufwand. Viele dieser Bemühungen sind allerdings nutzlos, solange invasive Neophyten wie der Kirschlorbeer in Privatgärten gehegt und gepflegt werden und immer wieder absamen können. Die Gemeinde ruft die Dietliker Bevölkerung deshalb auf, Kirschlorbeer nicht mehr neu anzupflanzen sowie bestehende Pflanzen aus dem Garten zu entfernen und durch einheimische Alternativen zu ersetzen. Experten empfehlen nachstehende Gewächse, die bezüglich ihrer Blütenpracht sehr wohl mit dem Kirschlorbeer mithalten können: – Schwarzdorn (Schlehe) – Weissdorn (Hagedorn) – Gewöhnlicher Spindelstrauch – Hagebuttenstrauch (Hundsrose) – Haselnuss – Eberesche (Vogelbeerbaum) – Eibe (wintergrün) Diese Auflistung ist nicht abschliessend. Lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. Raum, Umwelt + Verkehr

Kurier Nr. 43 26.10.2018 17 energyday18 WiFi-Switch zum Vorzugspreis Anlässlich des energyday18, des nationalen Stromspartags im Haushalt, bietet die Energiestadt Dietlikon ihren Einwohnerinnen und Einwohnern den vergünstigten Bezug eines intelligenten Zwischensteckers an. Holen auch Sie sich Ihren WiFi-Switch zum Vorzugspreis in nur 3 einfachen Schritten. Wollen Sie einen Beitrag für die Umwelt und Ihren eigenen Geldbeutel leisten und Ihre Lampen nur wenn nötig brennen lassen? Mit einem einfachen Wisch auf Ihrem Smartphone schalten Sie die mit dem WiFi Switch verbundenen Lampen und Geräte über WLAN an oder aus – egal ob Sie zu Hause sind oder nicht. Das funktioniert auch automatisch mit einem individuell eingestellten Zeitplan (Zeitschaltuhr) oder einfach wenn das angeschlossene Gerät in den Standy-by-Modus fällt. Interessant ist ein Blick auf die App auch um den aktuellen oder bisherigen Stromverbrauch des eingesteckten Gerätes anzuschauen oder die Raumtemperatur abzulesen. Allenfalls können Sie durch den Wi- Fi-Switch sogar Einbrüchen vorbeugen; über eine angeschlossene Leuchte simuliert der WiFi-Switch Ihre Präsenz. Die Energiestadt Dietlikon will die Stromverschwendung reduzieren und die Bevölkerung zum sorgsamen Umgang mit Energie motivieren. Ab sofort bis Ende November 2018 können Sie maximal drei Wi- Fi-Switch zum Preis von je 26 statt 39 Franken bestellen. Wollen Sie diese Chance nutzen und einen intelligenten Zwischenstecker erwerben? Dann los! Es geht so einfach: 1. Internetseite https://mystrom.ch/ de/wifi-switch/ aufrufen 2. myStrom WiFi-Switch in den Warenkorb legen und zur Kasse gehen 3. im Feld «Rabattcode eintragen» geben Sie nun den Promocode: energyday18 ein und profitieren von der Vergünstigung. WiFi-Switch: Über eine App lassen sich die eingesteckten Geräte von überall ein- oder ausschalten. Weitere Informationen zum Thema Strom sparen im Haushalt finden Sie unter www.energieschweiz.ch/ home. Schauen Sie doch rein, es lohnt sich! Raum, Umwelt + Verkehr Profitieren auch Sie: Jetzt ganz einfach online kaufen und von der Vergünstigung profitieren. Intelligent Strom sparen: Sie sehen Stromverbrauch und -kosten direkt in der App auf Ihrem Smartphone. (Fotos zvg) luna-team.ch Wir bringen alle Handwerker Birkenstrasse 17 8306 Brüttisellen Büro 044 432 56 54 Mobile 079 407 14 50 NEU: Basiskurs (Einstieg noch möglich) ab Montag, 22. Oktober, 19.00–20.30 Uhr NEU: Discofox für Anfänger ab Sonntag, 28. Oktober, 18.15–19.30 Uhr NEU: Tanzferien in Einsiedeln 27. Dezember 2018 bis 1. Januar 2019!! (auch für Anfänger und Linedancer) Infos unter www.tanzenmitherz.ch Minigolfanlage Wallisellen Am Samstag, 27. Oktober ist die Saison zu Ende. Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren Gästen und Spielern und wünschen Ihnen eine schöne Winterzeit. Zum Saisonschluss am Samstag, 27. Oktober, ab 13.00 Uhr gibt es ein leckeres Käsefondue (Reservation erwünscht). An schönen Wintertagen wird die Anlage geöffnet sein – schauen Sie vorbei. Fam. Gerundo und das Team der Minigolfanlage Wallisellen Zielackerstrasse 26 (im Sportzentrum Wallisellen) Telefon 043 233 75 79 oder 078 757 02 44

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