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2017-06

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2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 6 10.2.2017 Konzertsaal, da hat es eine Orgel mit sechs Manualen, also Tastaturen. Zum Vergleich: die Orgel in der Kirche Wangen hat zwei. Als ich dort ein Konzert hörte, war ich sehr beeindruckt. Ich habe daraufhin vom Klavier auf die Orgel umgestellt. Seit der Uni-Zeit spiele ich nun Orgel: Sie entspricht einfach meinem Charakter. Wo haben Sie Ihre Ausbildung gemacht? Ich habe in Korea studiert, bin dann nach Deutschland gegangen und habe mich dort weiter ausbilden lassen. Ich habe das deutsche sowie das koreanische Konzert-Diplom. Aber in Korea gibt es nicht so viele Möglichkeiten, diese Musik – besonders die Orgelmusik – zu spielen. Die Musik in Korea ist aber bestimmt ganz anders. Ja. Sie baut auf die pentatonische Tonleiter auf. Diese hat fünf Töne, im Gegensatz zur heptatonischen Tonleiter mit sieben Tönen. Die klassische westliche Musik baut auf der heptatonischen Tonleiter auf. Haben Sie einen Lieblings-Komponisten? Bach natürlich! Und Händel, Mendelssohn, Telemann oder Mozart, Haydn… Sie sind Organistin der reformierten Kirchgemeinde Wangen-Brüttisellen. Ihr Arbeitsumfeld hier in der Schweiz ist christlich geprägt… Ich bin christlich-reformiert aufgewachsen. In Korea gibt es viele Christen, mehrheitlich reformiert, aber auch katholische und Buddhisten. In Korea habe ich acht Jahre klassische Orgel unterrichtet und nebenbei war ich Gemeinde-Organistin. Und wie haben Sie den Weg nach Wangen-Brüttisellen gefunden? Ich war gerade in der Schweiz, da habe ich mich hier in Wangen- Brüttisellen vorgestellt. Am 1. Januar 2014 habe ich angefangen. Seither belege ich ein Teilzeitpensum als Organistin in der Gemeinde. Zum Arbeiten ist es gut hier. Ich fühle mich willkommen, die Gemeinde hilft mir. Die Kirchenpflege hört zu und nimmt meine Anliegen ernst. Bei uns ist der Pfarrer eine Respektsperson, aber hier kann ich mit ihm einfach reden! Und den Kirchenchor zu begleiten, das macht mir Freude. Inwiefern ist das kirchliche Leben in Ihrer Heimat und in der Schweiz anders? Die Koreaner sind frommer. Bei Beerdigungen wird bei uns viel geweint; hier aber wird manchmal sogar fröhliche Musik gewünscht. Und sonst? Alles ist anders! Der Lebensstil, das Wetter und die Sprache. Wo haben Sie Deutsch gelernt? In Seoul lernt man Englisch in der Schule. Deutsch lernte ich in Deutschland, da es für den Musik- Unterricht nötig war. Aber die deutsche Grammatik ist ganz anders als die koreanische. Wir kennen die Zeitformen nicht so, wie es sie in der deutschen Sprache gibt. Vor allem ist der Konjunktiv sehr schwierig: Es könnte sein – zum Beispiel. Das kennen wir nicht. Was fällt Ihnen in der Schweiz besonders auf? Die Menschen sind zuverlässig und ehrlich. Und die Pünktlichkeit! Hier funktioniert alles, es klappt immer, das ist wie (denkt nach) wie eine Tradition. Für die Abstimmung kommt alles mit der Post – so ein dickes Paket! Was ist besonders schwierig für Sie? Meine Freunde und Familie vermisse ich schon. Ich gehe einmal im Jahr nach Hause und meine Mutter kommt uns besuchen. Es ist schwierig, hier Kontakte zu finden. Und die Sprache natürlich. Ich spreche kein Dialekt und verstehe es leider auch nicht. In der Stadt beim Einkaufen, wenn mich die Verkäuferinnen nicht verstehen, sind sie manchmal nicht so ganz nett. Sie beginnen dann mit mir gleich Englisch zu sprechen. Sie möchten das verändern… Ich habe mich noch nicht 100 Prozent eingelebt. Ich möchte meine Sprache verbessern, mehr verstehen lernen, die Kultur, die Natur. Aber alles ganz langsam. Und das Essen? Ich esse alles. Hier aber isst man lange, das dauert ja drei bis vier Stunden. Zuerst Apéro, dann Vorspeise, dann noch dies und das und den Dessert. Wir essen viel schneller und plaudern weiter bei einem Kaffee oder so. Und man trinkt viel! Da habe ich schon nach dem Apéro genug. Und es gibt viel Süsses! Was wünschen Sie sich für Ihre berufliche Zukunft? Mehr Konzerte geben. In Wangen spiele ich am 10. September in der Kirche ein Konzert. Orgel oder Klavier? Orgel. Ich mache ein Mal im Jahr in Wangen ein Solokonzert. Ich begleite den Chor. Mein Mann und ich haben ein Konzert gegeben, als das neue Klavier in der Kirche eingeweiht wurde. Da haben wir uns mit den Instrumenten abgewechselt. Aber ich möchte vermehrt auch ausserhalb der Gemeinde spielen, gerne auch mit anderen Musikern zusammen. Ich bin am Planen und hoffe, dass es klappen wird. Barbara Munz Kurier 62. Jahrgang Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden Dietlikon und Wangen-Brüttisellen. Erscheint wöchentlich am Freitag. Wird in alle Haushaltungen und Unternehmen verteilt. Auflage 7800 Ex. Jahresabonnement per Post: Fr. 80.– exkl. MWST Inseratannahme Annahmeschluss: Dienstag 12 Uhr inserate@leimbacherdruck.ch, Tel. 044 833 20 40 Verlag «Kurier», Leimbacher AG, Claridenstrasse 7, 8305 Dietlikon, Tel. 044 833 20 40 Mo–Fr 8–12 Uhr, 13.30–17.30 Uhr Redaktion Telefon 044 834 08 58, Mo–Mi 9–12 Uhr, 13.30–17 Uhr James D. Walder (Redaktionsleiter), Rita Stocker (Redaktion), Irene Zogg (Layout und Redaktionssekretariat) Einsendungen Vereine, Parteien, Leserkreis «Kurier»-Redaktionssekretariat, Claridenstrasse 7, 8305 Dietlikon, Redaktionsschluss: Montag, 13 Uhr kurier@leimbacherdruck.ch Keinen Kurier Direct Mail Company, Telefon 044 908 40 40 erhalten? Mo–Do 08.00–12.00/13.00–16.00 Uhr Freitag 08.00–12.00/13.00– 15.30 Uhr Musik und Wort Thema Nacht Sonntag 12. Februar 17.15 Uhr Kirche Wangen Orgel: Jung-Min Lee Wort: Pfarrer Beat Javet Bild: © BirgitH pixelio.de

Kurier Nr. 6 10.2.2017 Dorfspiegel Dietlikon 3 NotaBene bäckt in Handarbeit Sie haben den Dietliker Löffelcake erfunden Die Bäckerei im NotaBene in Dietlikon verkauft seit Januar nicht nur Produkte der Bäckerei Bertschi in Kloten, sondern stellt auch selber frische Brote und einen speziellen Dietliker Löffelcake her. Das NotaBene an der Bahnhofstrasse in Dietlikon gehört zur Plattform Glattal (Verein für soziale Angebote) und bildet im Restaurant sowie in der dazugehörigen Bäckerei fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Küchenangestellte und Detailhandelsassistenten aus. Die Lernenden erhalten von den ausgebildeten Sozialarbeitern Unterstützung, wobei auch schulische Lücken geschlossen und der Fokus auf Durchhaltewille sowie Teamfähigkeit gelegt werden. Das Ziel ist es, dass die jungen Auszubildenden später in den ersten Arbeitsmarkt wechseln können. Alles Handarbeit, notabene Die Bäckerei NotaBene bietet ein grosses Sortiment an Broten, Sandwiches, Wähen, Patisserie und Torten an. Seit Januar stellt Betriebsleiter Rainer Zysk nun aber auch selber gemachte Backwaren her – allesamt in Handarbeit. Im Sortiment der selber hergestellten Produkte sind ein Ruchbrot sowie ein Bauernbrot mit diversen Körnern Das Leiterteam der Bäckerei NotaBene von links: Qendresa Ademi, Leiterin der Bäckerei, Rainer Zysk, Betriebsleiter und Geschäftsleiterin Tabitha Gassner. (Foto sto) und ein selber kreierter Dietliker Löffelcake. Dieser wird in einem Marmeladeglas inklusive Deckel und mit einem Löffel dazu angeboten. Der Cake bleibt lange frisch (rund sechs Wochen) und eignet sich durch die originelle Präsentation auch als Mitbringsel. Im Moment ist der Löffelcake nur im Stracciatella-Geschmack erhältlich. Doch Zysk betont, dass das Sortiment in Zukunft noch ausgebaut wird. «Wir wollen uns weiterentwickeln und uns Neues einfallen lassen», sagt er. Rita Stocker Abstimmungen vom 12. Februar 2017 Parolen der politischen Parteien in Dietlikon Eidgenössische Abstimmungen FDP. SP SVP GLP Die Liberalen 1. Bundesbeschluss über die erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration Ja Ja Nein Ja 2. Bundesbeschluss über die Schaffung eines Fonds für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr (NAF) Ja Nein Ja Freigabe 3. Bundesgesetz über steuerliche Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz (Unternehmenssteuerreform III)» Ja Nein Ja Freigabe Zu vermieten an der Hegnaustrasse 30/32 in Wangen Parkplatz in Tiefgarage Fr. 115.– pro Monat Telefon 079 450 70 53 Lisa Vollenweider-Wirz Der Maler (eidg. dipl. SMGV seit 1976) alfred bandi 044 820 02 62 079 664 64 95 Lassen Sie sich verwöhnen... Geniessen Sie die einzigartig pflegende und wohltuende Wirkung der BABOR-Kosmetik. Es freut sich auf Ihren Besuch Salon de Beauté MILADY Rita Aeschlimann Im Schwanen 6 8304 Wallisellen Telefon 044 830 65 64 Nähe Einkaufszentrum Parkplatz vorhanden B A B O R - K o s m e t i k Inserate interessieren

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