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2 Dorfspiegel Dietlikon

2 Dorfspiegel Dietlikon / Wangen-Brüttisellen Kurier Nr. 40 3.10.2019 Einer der erfolgreichsten Kinderliedermacher und Musiker der Schweiz: Andrew Bonds Werk umfasst mehr als 30 CDs. (Foto zvg) Mit «Halli, Hallo» und mit dem bekannten «Sunnestrahl, tanz emal», in dem es heisst: «Summermusig ghör ich schoo, dä Summer isch am choo» ging es weiter. Au weiher – dä Summer isch am choo? Nei, dä Summer isch am gaa…, was den Auftakt zu dem Song «Summer Adé» gab. Es gab kein Lied, welches den Kindern nicht bekannt war, und auch die Erwachsenen sangen kräftig mit. Wer ist Andrew Bond? Die Lieder des 54 Jahre alten (oder jungen) Andrew Bond begleiten mittlerweile jedes Deutschschweizer Kindergartenkind. Sie sind pädagogisch wertvoll, vermittelt Bond mit seinen einprägsamen Melodien und den gereimten, einfühlsamen Texten in Mundart doch immer auch Werte wie Freundschaft, Respekt vor der Natur, Zusammenschaffen und Freundlichkeit im Umgang miteinander. In England geboren, entschieden seine Eltern, mit dem einjährigen Andrew für vier Jahre einen Missionsauftrag im Kongo anzunehmen. Nach den vier Jahren Mission ging es zurück nach England. Mit 12 folgte der Umzug in die Schweiz nach Wädenswil am Zürichsee. Er studierte nach der Schule Theologie, wurde aber nicht als Pfarrer tätig, sondern unterrichtete während 17 Jahren Musik und Religion an der Oberstufe. «Musik ist eine Art Muttersprache der Seele und sie tut gut. Deswegen plädiere ich für Musik als Breitensport», schreibt Andrew Bond auf seiner Homepage. Was wollt ihr werden? Heitere Berufswahl Die Kinder hatten vor der Bühne viel Platz fürs Mittanzen und Bewegungen. «Wer von euch kann schon gut Händewaschen?», fragte der Künstler ins junge Publikum. Verschiedene Hände gingen hoch. Das war der Auftakt zu seiner Figur «Anders Andersson», welcher beim Händewaschen das Bad unter Wasser setzt und alles andere wäscht, nur seine Hände nicht. Diesem liess Andrew das Lied vom Zähneputzen folgen. Und dann stellte er die Frage, was die Kinder werden wollen, wenn sie gross sind? Er machte selbst einige Vorschläge: BäckerIn? MalermeisterIn? PolizistIn? ZoowärterIn? ChilbibahnmonteurIn? HosenträgerIn? EinhornzüchterIn? ProfibastlerIn? DinosaurierjägerIn? KönigIn? BurgsammlerIn? Während diesen heiteren Berufsvorschlägen verkleidete er sich immer wieder passend und sang das Lied vom Malermeister Angelo: «Dä Malermeister Angelo bruucht en Assistent, will er d’Farbä nonig kennt.» Dann sang er das Lied vom Buurehof, in dem er jedes Wetter beschreibt und auch, dass dort immer «öpis los segi». Nach einer guten Stunde holte Kapitän Bond stilecht mit Kapitänsmütze zum letzten Lied «Schiff Ahoi» alle Kinder auf die Treppe vor der Bühne. Im Anschluss ans Konzert gab es ein feines Zvieri-Buffet Im Anschluss gab es ein Zvieri- Buffet, organisiert vom ElternRat STeiacher (ERST). Mit insgesamt 20 Helfern, von denen 14 am Konzert vor Ort und später beim Buffet am Helfen waren, wurde die Organisation fürs Konzert gestemmt. Mit moderaten und familienfreundlichen Preisen für Kaffee und für den von den Helfern vom Elternrat Steiacher selbstgebackenen Kuchen und für die Waffeln mit Früchten und Gemüsesticks war für jeden oder jede etwas dabei. Dabei konnten sich die Kinder auf dem Vorplatz des Gsellhofs austoben und die Eltern bei Gesprächen Kaffee und Kuchen geniessen. «Ein durch und durch gelungenes Projekt», finden die Organisatorinnen Michèle Ulrich und Simona Marchesi. «Wir freuen uns, dass wir mit dem ausverkauften Konzert Kinderaugen zum Leuchten bringen konnten. Die Hälfte des Erlöses aus dem Ticketverkauf sowie aus dem Zvieri-Buffet werden wir an eine Kinderorganisation spenden.» Nächstes Konzert von Andrew Bond: Sa, 2. November, 11 Uhr Walliseller Musiktage www.musikfesttage.ch

Kurier Nr. 40 3.10.2019 Dorfspiegel Dietlikon 3 Goldene Hochzeit von Aïda und Franz Lenzinger in Dietlikon Die Kunst begleitet ihr Leben Wer in Dietlikon ins Gemeindehaus geht, kommt jedes Mal an Franz Lenzinger vorbei. Genauer gesagt an einer von ihm geschaffenen Skulptur. Denn in Dietlikon hat das Ehepaar Lenzinger eine neue Heimat gefunden. Sibylle Ratz Kennengelernt haben sich Franz Lenzinger (82) und seine aus Ägypten stammende Frau Aïda Abdel Malek Badros (72) vor vielen Jahren in Kairo. Auch heute sind sie noch öfters in diesem Land, in dem sie zueinander gefunden haben, zu Besuch. In Kairo war Franz Lenzinger nach einem Studium in alten Sprachen, Stipendienaufenthalten in Jerusalem und eben auch Kairo, Doktorat und Lehrertätigkeit in Bern im diplomatischen Dienst als schweizerischer Kulturattaché gelandet. Als er für eine Veranstaltung Einladungen drucken liess, kamen diese nicht wie geplant. Franz ging kurzerhand selbst in die Druckerei und sagte, er verlasse diesen Ort erst, wenn er seine gedruckten Einladungen hätte. Er wartete rund zwei Stunden, bis man ihm diese aushändigte, und kam in der Zwischenzeit mit der netten Verkäuferin namens Aïda in der Druckerei ins Gespräch. Reise in die Schweiz ohne Retourticket Die Sympathie war so gross, dass Franz Aïda zu gemeinsamen Ausflügen nach Alexandria oder ans Meer einlud. Mit der Zeit kam sie ihn auch auf der Botschaft besuchen und Franz lernte ihre Grossfamilie kennen. Kurz nach dem Sechs-Tage-Krieg machte er seiner Zeit in Kairo ein Ende und kehrte in die Schweiz zurück. Wenig später lud er Aïda für drei bis vier Wochen in die Schweiz ein. Aïda hatte schon zu Beginn nur ein Einfachticket gelöst und blieb gleich bis zur Heirat an ihrem Reiseziel. Später bekamen sie vier Kinder, zwei Jungen, zwei Mädchen. In Zürich war Lenzinger rund 30 Jahre am Gymnasium Hohe Promenade Lehrer für Latein, Griechisch, Arabisch und Hebräisch. Viele Jahre lebte die Familie in einem eigenen Heim in Esslingen. Später haben sich ihre Kinder in und um Dietlikon niedergelassen, wohin ihnen die Eltern vor rund zehn Jahren folgten. Den Umzug haben sie nie bereut. «Dietlikon ist eine ganz tolle Gemeinde, in der viel geschieht», sagt Franz Lenzinger. Bei einer Jubilarenfeier in der Gemeinde kam das Ehepaar dann auch mit Gemeindepräsidentin Edith Zuber ins Gespräch. Lenzinger vor dem Gemeindehaus Die Folge dieses Gesprächs war, dass heute vor dem Gemeindehaus eine beeindruckende Skulptur von Franz Lenzinger steht. Danach durften sich Interessierte 2018 an einer Ausstellung weiterer Werke im Gemeindehaus erfreuen. Denn nebst seiner Liebe zu alten Sprachen und zu seiner Frau begleitete ihn schon früh die Liebe zur Kunst. Er hatte sich immer schon mit Kunst beschäftigt, gezeichnet und gemalt. Deshalb besuchte er auch eine Bildhauerschule in Luzern, wo er sich die Grundlagen erarbeitete. Die Liste seiner Ausstellungen ist inzwischen lang. Ein Leben mit der Kunst: Aïda und Franz Lenzinger. (Foto sr) Dennoch hatte er es nie gewagt, die gesamte Existenz nur auf die Kunst auszurichten. «Die Kunst hat mich erfüllt», sagt Franz Lenzinger. Er spielte auch Geige. Heute, da er seine Finger nicht mehr richtig biegen kann, ist er auf Klavierspielen umgestiegen. Jeden Tag spielt er eine Stunde, ihm sei nie langweilig. «Jeder Tag ist ein Geschenk Gottes», sagt Franz Lenzinger. Seine Frau antwortet auf die Frage, was die beiden denn so zusammenhalte: «Mein Mann ist ein ganz Lieber.» Franz Lenzinger wird ein wenig verlegen, aber beide halten sich die Hände und lachen – und machen nach wie vor einen verliebten Eindruck. «Uns verbindet so vieles», erzählt Aïda Lenzinger. Beide sind römisch-katholisch. Ihr Urgrossvater mütterlicherseits koptischen Glaubens hatte in Oberägypten in muslimischem Umfeld eine eigene Kirche gebaut. Beide sagten, dass ihre Väter Zahnärzte waren. Und beide Väter hatten früher genau dieselben, mit Fusspedalen betriebenen Bohrmaschinen, wie sie lachend erzählen. «Aber als Basis war sicher Treue und Liebe wichtig für unsere Beziehung. Schliesslich hat sich auch alles gut ergeben in unserem Leben», sagt Franz Lenzinger, der ursprünglich in der Stadt Bern aufgewachsen ist. Freude an den Kindern und Enkelkindern Mittlerweile haben sie schon ein 8-jähriges Enkelkind, das zweite wird im Januar erwartet. Die älteste Tochter organisiert zur goldenen Hochzeit ein Fest in einem Zunfthaus in Zürich. Dort wird mit den Kindern Monika, Emanuel, Daniel und Angelika gefeiert. Franz hat immer noch ein Atelier in einem Schulhaus in Urnäsch. Dort entwirft er in der Regel seine Skulpturen, macht Modelle und Berechnungen. Seiner Frau zuliebe, die gesundheitliche Probleme hat, ist er kaum mehr dort. So wie es heute steht, möchten aber alle ihre erwachsenen Kinder den unteren Teil dieser Liegenschaft auch im Hinblick auf die Enkelkinder weiterführen. 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