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2018_39

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Wochenzeitung und amtliches Publikationsorgan 28. September 2018 Nr. 39 Pilzexkursion mit dem Natur- und Vogelschutzverein Brüttisellen-Dietlikon-Wangen Auf den Spuren der Pilze (Fotos sr) Zuerst war die Pilzexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Brüttisellen-Dietlikon-Wangen wegen der lang anhaltenden Trockenheit abgesagt. Dann entschieden sich die Organisatoren doch für eine Durchführung. Die Sammelkörbe blieben aber trotzdem weitgehend leer. Sibylle Ratz Körbe haben praktisch alle der rund 40 Teilnehmenden dabei, die sich am Sonntagmorgen auf dem Parkplatz am Waldrand von Wangen einfinden. Sie freuen sich auf die Exkursion und eine reiche Pilzernte. Diese Erwartung dämpft Heinz Eisele (64, vorne im Bild), Pilzkontrolleur aus Volketswil, gleich schon bei der Begrüssung. «Leider wird es nicht wirklich viele Pilze haben. Sie werden alle auch nach zwei Stunden noch den Boden Ihrer Körbe sehen», sagt er. Zuerst wurde der Anlass wegen der ausserordentlich langen Trockenheit abgesagt. Dann entschieden sich die Organisatoren doch für eine Durchführung, weil es heftig regnete. Doch die Böden trockneten schon wieder aus und einige Pilzsammler waren wohl schon in den Tagen zuvor fleissig unterwegs. Interessant ist der Waldspaziergang trotzdem. Eisele ist nämlich ein unterhaltsamer Erzähler und verfügt über viel Wissen zu den Pilzen, für das an diesem Morgen umso mehr Zeit bleibt. Pilzsammler sind kein Problem Pilze, wie wir sie kennen, sind eigentlich ein Nebenprodukt, nämlich die Fruchtkörper der Pilzgeflechte, die sich unterhalb des Waldbodens ausbreiten. Da macht es nicht viel aus, ob man mehr oder weniger sammelt, ist Eisele der Meinung: «Mit einer Flugreise, auf die sie verzichten, tun sie mehr für die Natur, als wenn sie einen Pilz weniger pflücken.» Es spiele auch keine Rolle, ob man die Pilze von Hand oder mit einem Messer ernte. Pilze seien viel widerstandsfähiger und das Pilzgeflecht nicht von den Fruchtkörpern tangiert. Überhaupt sei für den Wald mehr die Holzbewirtschaftung das Problem. «Wenn mit den heutigen Mitteln Baumstämme aus dem Wald geerntet werden, wächst bei den Fahrspuren auf dem verdichteten Boden über Jahre kein Pilz mehr.» Allerdings gibt es auch geschützte Pilze. Elsbeth Meili aus Dietlikon sammelt nun statt der Esspilze dekorative Baumrinden. «Es ist wunderbar hier im Wald. Ich habe Freude an der Natur», sagt sie. Es gibt keine Erde ohne Pilze Gemeinsam stapft die Gruppe weiter durch den Wald, darunter auch ein paar Kinder. Wenn Eisele nicht gerade einen Pilz sieht und erklärt, so findet gleich jemand anders einen. Bei jedem Pilz weiss der Pilzkontrolleur auch für diejenigen, die schon Pilzsammelerfahrung haben, viel Interessantes zu erzählen. Bitte lesen Sie auf Seite 2 weiter. Die Feier der Musikschule Zu Besuch am Jubiläumsabend der Musikschule Dübendorf. 3 Die Arbeit der Kulturvermittler Über die engagierte Integrationsarbeit in den Kuriergemeinden. 5 Amtlich Gemeinsam 13 – 14 Dietlikon 15 – 17 Wangen-Brüttisellen 18 – 22

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