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2017-26

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Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden 30. Juni 2017 26 Begeisternde, stimmige erste Dietliker Kulturnacht Wer die Wahl hatte, hatte auch die Qual der Wahl Es stimmte einfach alles an der ersten Dietliker Kulturnacht am vergangenen Samstag: Das Wetter, das kulturelle Angebot, das kulinarische Angebot und die lockere, sommerliche Stimmung. Das Organisationskomitee mit Gemeindepräsidentin Edith Zuber (SVP) an der Spitze war auf einen Grossaufmarsch vorbereitet. An zehn Kassen konnte man die Bändel kaufen, mit denen man Zugang zu zehn kulturellen Vorführungen erhielt. Mittelpunkt war der Pausenplatz der Schulanlage Dorf. Hier begann man den Abend mit kulinarischen Leckerbissen, hier traf man sich in den Pausen zwischen den Aufführungen, um zu hören, was man unbedingt noch sehen sollte und hier traf man sich auch noch nach den letzten Vorstellungen, um den Abend ausklingen zu lassen. Die Qual der Wahl Eines war klar, man musste eine Auswahl treffen. Zehn Produktionen standen im Angebot, die im Stundentakt fünfmal gezeigt wurden. Mehr als fünf konnte man also nicht besuchen, aber welche fünf sollten es sein? Für Freunde bodenständiger Volksmusik war ein Besuch im Alterszentrum Hofwiesen ein Muss, spielte dort doch die Streichmusik Schmid aus Walzenhausen lüpfige Appenzeller Musik. Drei Generationen standen auf der Bühne: Otto und Kurt Schmid, vierte Generation, Ottos Söhne Martin und Daniel, fünfte Generation, und die elfjährige Fabricia aus der sechsten Generation. Wer ebenfalls Streichmusik, aber solche von Glinka, Haydn und Schubert hören wollte, fand das Gewünschte in der reformierten Kirche mit dem Trio Sabine Furrer (Violine), Andreas Gada (Klavier) und Sabine Bärtschi (Violoncello). Nur wenige Schritte weiter tönte es völlig anders. Das Quartett der Pianistin und Sängerin Marianne Racine brachte im Saal des reformierten Kirchgemeindehauses bekannte und unbekannte Jazzsongs zu Gehör, wobei Racines Stimme und Daniel Baschnagels Trompete etwa den gleichen solistischen Anteil hatten. Pius Baschnagel (Drums) und Patrick Sommer (Bass) sorgten für das rhythmische Fundament. Mit dem Lied eines Landsmanns bewies die gebürtige Schwedin Racine, dass nicht nur im angelsächsischen Raum gute Jazzsongs geschrieben werden. Gejazzt wurde auch im Kleintheater im Alexander Bertea-Dortreff. Die Swiss Ragtimers – der Pianist Martin Jäger und der Schlagzeuger Mario von Holten – sorgten virtuos für die musikalische Untermalung klassischer Slapstickfilme von Charlie Chaplin und Laurel und Hardy nach dem Motto «Es darf gelacht werden». Einheimisches Schaffen Irland ist nicht unbedingt für tropisches Klima bekannt. Solches herrschte jedoch im Dachgeschoss des Dorfschulhauses. Die Dietliker Irish-Folk Band «Bombay Suicide» riss fünfmal 100 Zuhörer mit ihren mal rauhen, mal melancholischen Tönen zu Begeisterungsstürmen hin. Auch in der Turnhalle der Schulanlage Hüenerweid war einheimisches Schaffen zu bestaunen. Das «Duo Scacciapensieri», Cornelia Clivio Matter und Lorenz Matter, zeigten in vier Vorstellungen Ausschnitte aus ihren Programmen, wobei auch der Humor nicht zu kurz kam. «Humor» heisst auch das neue Programm des Satirikers Andreas Thiel, der zwar kein Dietliker, aber verwandtschaftlich mit Dietlikon eng verbunden ist. Er überraschte sein Publikum im Gemeindehaus durch sein Outfit, stand er doch für einmal nicht in Anzug und Krawatte, sondern im T-Shirt auf der Bühne. Was aber nicht fehlte, waren seine bunte Irokesenfrisur und das Champagnerglas in der Hand. Überraschend auch, dass er für einmal auf die Schriftsprache verzichtete und bewies, dass sich unsere Mundart vorzüglich zum Austeilen von Boshaftigkeiten, die meistens zum Nachdenken anregen, eignet. Schon seine Erklärung, wodurch sich ein Komiker und ein Satiriker unterscheiden, verlangte schnelles Mitdenken: «Ein Satiriker ist ein Komiker, der sich überlegt, was er sagt. Ein Komiker überlegt sich nicht, was er sagt, Hauptsache, die Leute lachen.» Lesen Sie bitte weiter auf Seite 2 Brüttisellen liess es krachen Dietliker Turner schwitzten in Rikon Am Kantonalturnfest verzeichneten die Dietliker beachtliche Erfolge: allen voran Andrin Schneider im Zehnkampf. 3 LIFT-Projekt: Wa-Brü als Vorreiter Das äusserst erfolgreiche Berufsintegrationsprogramm für Jugendliche erhielt einen hochdotierten Preis. 5 Amtlich Gemeinsam 17 Wangen-Brüttisellen 18–19 Dietlikon 20–21 Am letzten Wochenende fand auf dem Brüttiseller Walder-Areal das neu aufgelegte Brüttiseller Dorffäscht statt. Bei brütender Hitze entwickelte sich ein abwechslungsreicher vollends gelungener Anlass, an dem Klein und Gross auf seine Kosten kam. Bereits macht sich der Wunsch nach regelmässiger Wiederholung breit. Mehr zum tollen Fest auf Seite 4. (Foto er)

Kurier die Wochenzeitung von Dietlikon und Wangen-Brüttisellen