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2017-25

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10 Handel – Industrie

10 Handel – Industrie – Gewerbe Kurier Nr. 25 23.6.2017 Gemeinsamer Ausflug der Gewerbevereine der «Kurier»-Region Stadler Rail steht nie still Bereits zum zweiten Mal unternahmen der GID Gewerbe und Industrie Dietlikon und der Gewerbeverein Wangen-Brüttisellen gemeinsam eine Bildungsreise. Über 40 erwartungsvolle Gewerbetreibende der Region reisten im vollbesetzten Car ins thurgauerische Bussnang zu Stadler Rail, einem der innovativsten Schweizer Industrie-Unternehmen der Gegenwart. Schweizer Werte Nach einem Begrüssungskaffee, bei welchem die ersten Kontakte geknüpft werden konnten, erfolgte eine Präsentation über die Geschichte und die aktuellen Produkte des Unternehmens. Beeindruckend, wie schnell und trotzdem gesund dieses Unternehmen gewachsen ist und heute Züge in über 20 verschiedene Länder liefert. Beim anschliessenden Rundgang konnte hautnah die Herstellung der Waggons und Triebwagen beobachtet werden. Angefangen vom Zusammenschweissen der Waggonkästen aus Aluminium, über das Lackieren bis hin zur Endmontage in der riesigen Halle, in welcher ein ganzer Zug fixfertig auf die Geleise gestellt wird. Dabei werden typisch schweizerische Werte wie Qualität und Termintreue hochgehalten. Ein Vorzeigeunternehmen Unsere beiden äusserst kompetenten Führer erklärten uns die einzelnen Arbeiten und Werkstücke bis ins kleinste Detail. Bemerkenswert die Ordnung und Sauberkeit der Werkstattbereiche sowie die Freundlichkeit der über 95 Prozent gelernten Mitarbeiter. Mit grosser Ruhe und Präzision erfüllte jeder seine Aufgabe an dem ihm zugeteilten Waggon. Bei mehreren hundert Arbeitern in der Halle ist dies keine Selbstverständlichkeit und stellt eine grosse Herausforderung an die Planung und Logistik. Über 500 Zulieferer bringen die einzelnen Komponenten, mit bis zu 80 Lastwagen pro Tag, rechtzeitig zur Fertigungshalle nach Bussnang. Das anschliessende Mittagessen nahmen wir auf den Hosenruck zu uns. Im Panoramarestaurant Nollen bot sich die Gelegenheit, sich kennenzulernen oder bestehende Kontakte zu intensivieren. Die Rückreise über die Hulftegg und das Tösstal rundete den gelungenen Tag ab. Herzlichen Dank den Organisatoren! Die Gewerbe-Vereine der «Kurier»-Gemeinden besichtigten gemeinsam die Firma Stadler Rail, wo Züge hergestellt werden. Zusammenarbeit der Vereine Die beiden Gewerbevereine arbeiten seit längerer Zeit in verschiedenen Bereichen zusammen. Unter anderem organisieren sie jedes Jahr den Berufswahlparcours für Oberstufenschüler der beiden Gemeinden. Durch die Zusammenarbeit entsteht für beide Vereine ein grösseres, regional verankertes Netzwerk. Aktuelle Informationen zu den Anlässen der beiden Gewerbevereine sind unter www.gewerbedietlikon.ch und www.gvwb.ch zu finden. Der nächste gemeinsame Anlass findet am Mittwoch, 23. August statt. Wir besichtigen dann die in Wangen ansässige Foto-Top AG, ein Mitglied des GVWB. Beim anschliessenden Grillplausch gibt es eine weitere Gelegenheit zum Austausch untereinander. GVWB, Marco Merlo GID, Christian Suter Kinderbrillen bei Baltensperger Optik Schulbeginn: Ist die Brille dabei? Bleistift, Radiergummi und Badekappe gehören auf die Packliste für den Schulstart nach den Sommerferien. Aber was ist eigentlich mit der Brille? Schülerinnen und Schüller konzentrieren sich mehrere Stunden am Tag. Sie lesen viel, arbeiten mit digitalen Medien und schauen oft zur Wandtafel. Unterschiedliche Distanzen, die von den Augen bewältigt werden müssen. Dafür ist es wichtig, dass die Augen perfekt korrigiert sind und keinerlei Fehlsichtigkeiten aufweisen. Aus Erfahrung wissen wir, dass in unseren Breitengraden die Kinder durch ihre Aktivitäten tendenziell zu Kurzsichtigkeit neigen. Was eine zusätzliche Anstrengung im ohnehin schon anspruchsvollen Alltag bedeutet. Sobald ein Kind eine Fehlsichtigkeit hat, können neben Konzentrationsverlust auch schlechte Noten die Folge sein. Im Falle einer nötigen Korrektur kann mit einer Brille nicht nur die Sicht verbessert, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht werden. Wie das genau zusammenhängt, erklären wir Ihnen gerne bei uns im Geschäft. Baltensperger Optik in Bassersdorf bietet Analysen der Sehleistung für Kinder an, damit sie für den Schulstart nach den Ferien optimal gerüstet sind. Die Analyse der Sehleistung gehört daher genauso auf die Checkliste für den Schulstart wie gespitzte Farbstifte oder eingefasste Schulhefte. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns im Laden für eine professionelle Beratung. Weitere Infos unter www.baltensperger-optik.ch. Baltensperger Optik & Optometrie, Bassersdorf Lukas Baltensperger Home Instead Seniorenbetreuung Selbstbestimmt zu Hause leben Karin Meierhans aus Kloten (Name und Ort geändert) war vor allem skeptisch, als ihre Tochter eine Hilfe für sie organisierte. Sie wollte ihre Selbstständigkeit beibehalten und konnte sich nicht vorstellen, mit einer fremden Person am Tisch zu sitzen. Die Tochter sorgte sich um ihre betagte Mutter: Sie trank und ass nicht mehr ausreichend, verlor sichtbar an Gewicht und verliess kaum noch die Wohnung. Durch Nachbarn, die beste Erfahrungen mit Home Instead Seniorenbetreuung hatten, erhielt die Tochter den wertvollen Hinweis. Seit November 2015 kommt nun drei Mal in der Woche von 11 bis 14 Uhr eine Mitarbeiterin von Home Instead Seniorenbetreuung, um die 86-jährige Frau Meierhans zu unterstützen. «Von Anfang an hatte ich grosses Vertrauen in die Betreuerin. Sie legt grossen Wert auf Pünktlichkeit und es kommt immer die gleiche zu mir», so Karin Meierhans erleichtert. Sie ist heute begeistert und möchte diese bereichernde Unterstützung nicht mehr missen. «Ich werde verwöhnt und kann trotzdem in meinem Haushalt noch all das selbst tun, was ich gerne mache. Mein Alltag ist viel leichter geworden und die Gespräche tun mir gut», strahlt sie glücklich. Der Hausarzt ist beeindruckt von der positiven Veränderung seiner Patientin. «Durch die regelmässigen Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit und Bewegung ist die Situation von Frau Meierhans zu Hause wieder stabil.» «Heute ist die Entlastung deutlich spürbar. Home Instead Seniorenbetreuung gibt uns Sicherheit, dass es daheim bei der Mutter wieder rund läuft», sagt die Tochter erleichtert. Weitere Informationen unter: Home Instead Seniorenbetreuung im Glattal, Telefon 043 422 60 00 oder www.homeinstead.ch. Home Instead Seniorenbetreuung Hansjörg Käser Annahmeschluss für Einsendungen: Montag, 13.00 Uhr

Kurier Nr. 25 23.6.2017 Parteien – Organisationen – Vereine 11 Roberto Schuler folgt auf Beat Gossauer Erneuter Pfarrwechsel in Wangen-Brüttisellen Pfarrer Beat Gossauer zieht wieder weiter. Er wird ab 1. Juli als Pfarrvertreter in Oberwinterthur arbeiten. Pfarrer Roberto Schuler übernimmt. Am 1. März hat Beat Gossauer die Stellvertretung von Jürg Jäger übernommen und so in den vergangenen vier Monaten die 30- Prozent-Ergänzungspfarrstelle mit Schwerpunkt Kinder, Jugend und Familie betreut. Mit den beiden Konfirmationen war seine Aufgabe in Wangen-Brüttisellen abgeschlossen. Die Kirchenpflege und das Mitarbeiterteam danken Beat Gossauer für seinen Einsatz und wünschen ihm alles Gute. Bei der Nachfolge von Pfarrer Gossauer ist es kürzlich zu einer Änderung gekommen. Die Stellvertretung im Bereich Kinder, Jugend und Familien wird ab 1. Juli durch Roberto Schuler (Pfr. Dr. Theol.) übernommen. Er wird sich im Gottesdienst auf der Freizyti am 9. Juli, um 10.15 Uhr, der Geme inde vorstellen und bei uns willkommen geheissen. Ab 9.30 Uhr wird schon gleichentags zu einem Zmorge eingeladen. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Kirche Wangen und der Zmorge in der Chileschür statt. Surfen und skateboarden Pfarrer Roberto Schuler stellt sich selber vor: «Ich wurde in Recife, im Nordosten Brasiliens, geboren. Mein Vater war Schweizer und meine Mutter Brasilianerin. Ich bin der jüngste einer Familie mit fünf Kindern. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich zwischen Recife und São Paulo. Mir haben Extremsportarten immer gefallen und ich konnte lange Zeit skateboarden und surfen. Nachdem ich den Bachelor of Theology absolviert hatte, gewann ich ein Stipendium am International Baptist Theological Seminary in Rüschlikon, wo ich auch weiter studiert habe. Von dort wurde ich für das Doktorat in Theologie an der Universität Zürich akzeptiert. Im Mai 2000, nach dem Praktikum in der Reformierten Kirche in Zürich Aussersihl (St. Jakob), wurde ich in Hedingen ordiniert und im Jahr 2001 wurde ich Pfarrer der Reformierten Kirche Zürich Albisrieden. Im Dezember 2002 habe ich meinen Doktortitel in Theologie erworben, in einem Austausch zwischen der Universität Zürich und der renommierten theologischen Hochschule der evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Sao Leopoldo, Südbrasilien. Nach acht Jahren in Albisrieden nahm ich eine Stelle an als Lehrer, dann als akademischer Dekan und Rektor des Anglikanischen Theologischen Seminars in der Erzdiözese Recife. Zusammen mit meiner Frau Flavia und unserer Tochter Emily kamen wir im Mai dieses Jahres zurück in die Schweiz. Ab dem 1. Juli werde ich mit sehr viel Freude die Pfarrvertretung in Wangen-Brüttisellen übernehmen. Ich danke allen für ihr Vertrauen und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit hier in Wangen-Brüttisellen.» Wir wünschen Pfarrer Roberto Schuler einen guten Start in Wangen-Brüttisellen. Christina Beck, Präsidentin der reformierten Kirchenpflege Pfarrer Roberto Schuler wird ab 1. Juli in Wangen-Brüttisellen willkommen geheissen. Ausflug des Natur- und Vogelschutzvereins Trockenen Fusses durchs Moor Nur wenige Kilometer von Wangen-Brüttisellen entfernt liegt das Naturschutzgebiet Wildert-Moor. Die bewährte Pflanzenkennerin Heidi Nievergelt führte am Samstag eine Gruppe von gut 20 Personen ins Moor, seine Pflanzen und seine Geschichte ein. Das seit 1971 unter Naturschutz stehende Wildert-Moor bei Illnau entstand nach der letzten Eiszeit, als ein Teil eines Gletschers in einer Mulde zurückblieb und sich daraus ein See bildete. Im Laufe der nächsten 6000 Jahre verlandete der See und es bildete sich mit Hilfe des Torfmooses ein Hochmoor. Schon das Torfmoos selber als Pflanze ist ein wahres Wunderwerk. So kann sie, ausser Torf bilden, das 20- bis 25-fache ihres Eigengewichtes an Wasser speichern. Früher wurde Torfmoos deshalb als WC-Papier, Windeln, Füllmaterial und Wundkompresse verwendet. Torfmoore erhalten, bedeutet somit Überschwemmungen verhindern. Darum ist Moorschutz heute so wichtig. Torf eignet sich als Brennmaterial. Als das Holz ab 1840 knapp wurde, stach man Torf und verwendete die Torfziegel bis nach dem Zweiten Weltkrieg als Brennmaterial. Die damaligen Siedler dürften sich kaum bewusst gewesen sein, dass sie innerhalb von nur 80 Jahren das Torfmoosprodukt, das während 6000 bis 10000 Jahren gewachsen war, verheizten. Erfinderische, Fleisch fressende Pflanzen Da ein Moor sehr nährstoffarm ist, haben einzelne Pflanzen auf Fleisch umgestellt. Neben dem bekannten Sonnentau zum Beispiel auch der Wasserschlauch, eine wurzellose, freischwimmende Wasserpflanze mit kleinen Fangblasen. In diesen herrscht Unterdruck, wodurch kleine, unvorsichtige Wassertierchen in der Nähe leicht gefangen werden können. Gemeinerweise werden solche durch eine von der Pflanze produzierte Zuckerlösung auch noch angelockt. Auch Pflanzen aus der Urzeit gab es zu bestaunen, wie die Waldbinse, die zu Dinosaurierzeiten Baumhöhe erreichte. Die heute geschützte Seebinse wurde früher als Schwimmhilfe verwendet – für diejenigen, denen die Turnachkinder noch ein Begriff sind, vielleicht eine Binsenweisheit. Der fleischfressende Wasserschlauch. (Fotos Margrit Jacober) Vielleicht ist ein Moor nicht ganz so farbenprächtig wie eine Blumenwiese, doch an Spannendem aus der Wunderkiste Natur fehlt es nicht, wie Heidi Nievergelt wie immer kompetent und gekonnt veranschaulichte. Und erst noch ohne nasse Füsse. Natur- und Vogelschutzverein Brüttisellen, Dietlikon, Wangen Karin Stutz Zu Dinosaurierzeiten baumhoch: die urzeitliche Waldbinse.

Gemeindezeitung Kurier