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2017-07

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Amtliches Publikationsorgan der Gemeinden 17. Februar 2017 7 Der Dietliker Philip Lacoste und sein Team betreiben ein Virtual-Reality-Center Verblüffende Technik schafft neue Welten Im Dietliker Industriegebiet Aegert existiert eine Parallelwelt. Dank cleverer Verknüpfung von Realität und Computerspiel sind in der virtuellen Realität des Dietlikers Philip Lacoste neue Welten und Abenteuer entstanden. Ein generationenübergreifender Selbsterfahrungsbericht. Bevor wir die klobige «Taucherbrille» aufsetzen, diese jedem Heim-Gamer bekannte Virtual-Reality-Brille, werden auch Hände und Füsse bekleidet. Kleine Metallgamaschen, Handschuhe, Kopfhörer und eine Art Rucksack, nichts anderes als ein kleiner Rechner, wird meinem zwölfjährigen Sohn und mir, dem mittelalterlichen Autor dieser Zeilen, gereicht. An der Hand werden wir ein paar Meter hinter einen geheimnisvollen Vorhang geführt – und dann beginnt die wahrlich schwierig zu beschreibende Odyssee in einer virtuellen Welt. Wir schauen zuerst erstaunt und kichernd an uns herunter, erblicken die gestählten und gepanzerten Körper von Robocops. Rechte Hand, linke Hand, rechter Fuss, linker Fuss – wir können alles bewegen wie im richtigen Leben. Fast schon unheimlich wird es, als wir aus unserem futuristischen Raumschiff heraustreten und das Gemäuer eines von tropischen Würgepflanzen eingenommenen Tempels entdecken. «Mein Gott, ist das echt. Wo bin ich hier nur gelandet», frage ich mich, bevor die für mich so aussergewöhnliche Abenteuerreise richtig los geht. Erstes VR-Center der Schweiz Das erste Virtual-Reality-Center der Schweiz befindet sich an der Dietliker Riedwiesenstrasse 23. Der ursprüngliche Gründer des am gleichen Ort domizilierten Laser- Tag-Betriebs, der Dietliker Philip Lacoste und sein Geschäftspartner Fabian Freund haben hier mithilfe eines jungen Teams ein für die Schweiz einzigartiges Reich geschaffen. «Anders als bei klassischen Virtual-Systemen wie der Oculus oder der HTC Vive bewegen wir uns auf einer grösseren Fläche. Im Multiplayer-Modus können unsere Besucherinnen und Besucher mit anderen Leuten und Gegenständen interagieren», präzisiert Lacoste. Nicht mit Playstation zu vergleichen Um sich klar vom Heimspielbereich abzuheben, werden Füsse und Hände durch ein sogenanntes Motioncapture-System mit unzähligen kleinen Kameras getrackt und in der virtuellen Welt äusserst genau wiedergegeben. Das System funktioniert ohne Kabel oder sonstige Einschränkungen. «Dies ermöglicht das Eintauchen in fremde von uns programmierten und kreierten Welten mit einer Mischung aus Realität und hochklassiger virtueller Technologie», führt der zweifache Familienvater aus, der mit seinem kostenintensiven Gesamtpaket in der Schweiz den Nerv der Zeit voll getroffen zu haben scheint. Nur der Nachwuchs hält mit Mittlerweile geht die virtuelle Expeditionstour in der Fantasiewelt weiter. Während der spielerprobte Nachwuchs mutig vorne weg schreitet, kämpft der Alte mit einer recht selten auftretenden Form von Reisekrankheit. Für mich und mein Hirn ist alles zu real, und mir wird ein wenig übel, etwa so, wie wenn man in einem Neigezug rückwärts fährt und etwas dazu liest. Mir ist das irgendwie ziemlich peinlich – denn das Erlebnis ist fantastisch. Philip Lacoste rät mir, die Virtual- Reality-Brille abzusetzen und zu pausieren. Blitzschnell hat mich die Realität (leider) wieder – ich muss keine Steinbrücke mehr überqueren, die weg bröckelt, dafür Golden Age Steppers kann ich mich wieder meinem Kerngeschäft, nämlich der sachlichen Berichterstattung in Wort und Bild, widmen. Jetzt sehe ich auch, wie die ganze Illusion aufgebaut wird – und das sei an dieser Stelle nicht zu genau beschrieben. Missionen erfüllt Der Chef persönlich hat meine Rolle übernommen und fightet sich mit meinem begeisterten Sohnemann – dessen Sprüche ich mir angesichts meines glamourfreien Rückzugs aus der Computerwelt tagelang werde anhören müssen – noch durch viele Prüfungen, die vom Team in den nächsten rund 25 Mi- Lesen Sie bitte weiter auf Seite 2 UHCD siegt über Bern Die Dietliker Unihockeyanerinnen gewannen gegen Wizards Bern Burgdorf und sichern sich den zweiten Tabellenrang. 5 Fasnachtstreiben in Wangen Die Guggenmusik Füdlichnübler organisierten anfangs Februar einen Kinderumzug und eine Dorfete in Wangen. 8 Amtlich Gemeinsam 9 Wangen-Brüttisellen 11 Dietlikon 12–13 Am Dietliker Seniorennachmittag von letzter Woche steppten Senioren. Die Tanztruppe aus Fehraltorf begeisterte das Publikum mit Titeln aus der Hochblüte des Stepptanzes. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 3. (Foto rm)

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